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Enerige & Management > Gas - Gasspeicher stützen Versorgungssicherheit
Bild: Eon Gas Storage
GAS:
Gasspeicher stützen Versorgungssicherheit
Die Sicherheit der Gasversorgung in Deutschland ist auch dank der Gasspeicher sehr hoch, stellt eine aktuelle Studie fest. Regulierende Eingriffe in die Speichernutzung hält die Untersuchung nur für nötig, wenn das Sicherheitsniveau weiter erhöht werden soll.
 
„Eine besondere Notwendigkeit oder Dringlichkeit für die Einführung von Instrumenten und Maßnahmen zur Stärkung des Versorgungssicherheitsniveaus besteht aktuell nur dann, wenn man ein faktisch umfassendes, jegliche Risiken − einschließlich des zeitlichen Zusammentreffens mehrerer Einzelrisiken − abdeckendes Versorgungssicherheitsniveau anstrebt“, heißt es in der am 23. Juni vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegten Studie „Möglichkeiten zur Verbesserung der Gasversorgungssicherheit und der Krisenvorsorge durch Regelungen der Speicher“.

Die Gutachter der Wirtschaftskanzlei BBH, der Becker Büttner Held Consulting und des Berliner TU-Professors Dr. Joachim Müller-Kirchenbauer, die die Studie erstellten, kommen zu dem Ergebnis, dass die Gasspeicher in Deutschland, wenn sie genügend gefüllt sind, grundsätzlich ausreichen, um die Versorgung auch in intensiven Winterphasen oder bei Lieferausfällen sicherzustellen.

Aufgabe der Gutachter war aber auch, zu untersuchen, ob die Versorgungssicherheit durch regulierende Eingriffe in die Speichernutzung, wie zum Beispiel die Pflicht zum Einlagern einer strategischen Erdgasreserve oder Vorgaben für Marktteilnehmer, bestimmte Gasmengen für Krisensituationen vorzuhalten, weiter verbessert werden kann. Dabei wurden auch Kosten, Umfang und Auswirkungen der Eingriffe untersucht.

Kosten und Auswirkungen von Eingriffen untersucht

„Unter der Prämisse, dass das historisch und aktuell für ausreichend erachtete Versorgungssicherheitsniveau weiterhin zugrunde gelegt werden soll“, empfehlen die Gutachter, vor der Umsetzung einer der beiden dargestellten Optionen der strategischen Reserve beziehungsweise der Speicherverpflichtung erst einmal andere Maßnahmen zu ergreifen, wenn das Versorgungssicherheitsniveau erhöht werden soll. Dazu zählen sie Anpassungen im Hinblick auf den Kreis der auch bei Versorgungsengpässen geschützten Kunden, die exaktere Definition der Eingriffsmöglichkeiten von Netzbetreiber in Notfällen, die Stärkung des Demand-Side-Managements oder Veränderungen bei der Bilanzkreisabrechnung.

„Diese Maßnahmen tragen aus Sicht der Gutachter dazu bei, die angesprochene geringe, aber nicht gänzlich auszuschließende Eintrittswahrscheinlichkeit von Gasmangellagen noch weiter zu verringern“, heißt es in der Studie. Sollte aus politischen Erwägungen aber doch ein noch höheres Versorgungssicherheitsniveau angestrebt werden, raten die Gutachter zum Aufbau „einer klein dimensionierten, strategischen Reserve“, die von den Fernleitungsnetzbetreibern organisiert und verwaltet sowie mit weiteren Absicherungsmaßnahmen kombiniert werden sollte.

„Die Gasspeicherstudie unterstützt die Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums, dass unsere Erdgasversorgung heute bereits sehr sicher ist“, erklärte Staatssekretär Rainer Baake. Das Wirtschaftsministerium werde die aufzeigten Maßnahmen sorgfältig prüfen und mit den Bundesländern und betroffenen Marktakteuren diskutieren.

 
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Mittwoch, 24.06.2015, 11:19 Uhr