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Enerige & Management > Gas - Gaswirtschaft kämpft gegen Elektrifizierung
Bild: Fotolia.com, WoGi
GAS:
Gaswirtschaft kämpft gegen Elektrifizierung
Die Gaswirtschaft plädiert dafür, die Dekarbonisierung über die CO2-Vermeidungskosten zu steuern, anstatt nur auf die Elektrifizierung aller Energieversorgungssektoren zu setzen.
 
Eine „technologieoffene und an den CO2-Vermeidungskosten orientierte“ Dekarbonisierungspolitik für den Energiebereich forderte bei der Euroforum Jahrestagung Erdgas am 23. November in Berlin Ludwig Möhring. Das sei vor allem auch am Wärmemarkt ein besserer Weg, als die im Klimaschutzplan vorgesehene Elektrifizierung, so der Vertriebsvorstand des Kasseler Gasgroßhändlers Wingas. Erdgas werde dann noch auf Jahrzehnte eine wichtige Rolle spielen, hofft die Gaswirtschaft.

Ziel müsse sein, mit möglichst geringem Einsatz möglichst viel Treibhausgase zu vermeiden. „Es geht um CO2-Einsparung und um Bezahlbarkeit“, stellte Möhring klar. Auf Bezahlbarkeit zu achten, sei nötig, um die Bevölkerung mitzunehmen. Wenn das nicht gelinge, bestehe die Gefahr, „dass uns die Energiewende an dieser Stelle um die Ohren fliegt". Möhring plädierte entschieden dafür, anstatt die Wärmeversorgung und die Mobiltät vollständig zu elektrifizieren, wie es der Klimaschutzplan vorsehe, für die Dekarbonisierung erneuerbare Energien und Erdgas zusammenzubringen.

Auch Harald Hecking, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens EWI Energy Research & Scenarios sprach sich dafür aus, bei der Dekarbonisierung der Energieversorgung die CO2-Bepreisung und den Wettbewerb entscheiden zu lassen. „Man könnte alles über den CO2-Preis lösen“, so der Berater. Eine Möglichkeit wäre, einen CO2-Mindestpreis festzulegen, um diese Mechanismen in Gang zu bringen.

Zweifel an einer Steuerung der Dekarbonisierung über den CO2-Preis äußerten bei der Tagung Jörg Müller, Vorstandsvorsitzender des Windparkbetreibers Enertrag, und Sönke Tangermann. Das CO2-Handelssystem sei krachend gescheitert, sagte der Vorstand des Ökoenergieversorgers Greenpeace Energy. Auch er plädierte jedoch für „Kostenehrlichkeit“, wies aber auch die Gaswirtschaft deutlich darauf hin, dass der Erdgasabsatz bei konsequenter Dekarbonisierung deutlich nach unten gehen müsse.

Tangermann sprach sich wie auch die Vertreter der Gaswirtschaft deutlich dafür aus, Power-to-Gas und das Gasnetz dazu zu nutzen, um erneuerbare Energie in Form von Wasserstoff oder Methan speicherbar zu machen. Power-to-Gas sei die "einzige Technolgie, die lange Speicherzeiten ermöglicht und große Energiemengen speicherbar macht“, so Tangermann.

 
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Mittwoch, 23.11.2016, 16:37 Uhr