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Enerige & Management > Gas - Gazprom erwartet Preisanstieg
Bild: Gazprom
GAS:
Gazprom erwartet Preisanstieg
Einen Exportrekord in Richtung Europa und einen Anstieg der Preise für Gaslieferungen erwartet der russische Gaskonzern Gazprom für das zweite Halbjahr.
 
Tiefer als im zweiten Quartal werde das Gaspreisniveau im laufenden Jahr nicht absinken, meint Alexander Medwedew. Danach und vor allem im vierten Quartal „werden wir eine anziehende Tendenz sehen“, prophezeite der Gazprom-Vizevorstand auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens am 31. Mai in Moskau.

Im letzten Jahr exportierte Gazprom 158,6 Mrd. m3 Gas nach Europa. Für dieses Jahr erwartet Medwedew einen Anstieg der Ausfuhrmenge. „165 Mrd. m3 ist eine absolut reale Zahl.“ Die Prognose baue auf den Lieferungen von Januar bis Mai 2016 auf. Die Europäer zahlten 2015 für russische Gaslieferungen im Schnitt 228,4 US-Dollar (205,3 Euro) je 1 000 m3. Russisches Gas sei wettbewerbsfähig, bekräftigte Medwedew.

Die durchschnittlichen Förderkosten bezifferte er auf 20 US-Dollar je 1 000 m3. Trotz neuer, schwerer zugänglicher Lagerstätten lägen diese Kosten im weltweiten Vergleich am niedrigsten. Ein beträchtlicher Posten in den Ausgaben und im Investitionsprogramm entfalle auf den Transport. Gazprom baue neue Gasleitungen nach neuesten Standards, die Kosteneinsparungen beim Transport erlaubten und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit förderten.

Pipelineprojekt Nord Stream 2 im Plan

Der Bau der Gasleitung Nord Stream 2 wird nach Medwedews Angaben bis zu 9,9 Mrd. Euro kosten. Das mit europäischen Partnern Ausbauprojekt in der Ostsee laufe nach Plan. Die zwei zusätzlichen Leitungsstränge sollen die Transportleistung für russisches Gas auf der Ostseeroute auf 100 Mrd. m3 verdoppeln. Vom europäischen Energiepaket 3 sieht Medwedew die Nord-Stream-Erweiterung nicht berührt.

Auf welcher Route die ebenfalls geplante Transportpipeline für russisches Gas durch das Schwarze Meer gebaut werde, hänge von Verhandlungen mit der Europäischen Kommission ab. Medwedew hält weiter die Türkei als möglichen Anlandepunkt für denkbar. Auch Bulgarien ist wieder im Gespräch. Die Pipeline könnte nach Griechenland und Italien verlängert werden.

Polen hat nach seinen Angaben mehrere Optionen, wenn es wie kürzlich angekündigt seinen Liefervertrag mit Gazprom nicht mehr verlängern will. Im Juni will Gazprom eine erneute Gasauktionsrunde für Nordeuropa durchführen, daran könne sich Polen beteiligen.

Medwedew bezweifelte, dass das Land in der Lage sei, 8 bis 10 Mrd. m3 Pipelinegas aus Russland durch Flüssigerdgas (LNG) aus den USA zu ersetzen. Eine außergerichtliche Einigung mit dem polnischen Gasimporteur PGNiG über einen neuen Preis für russische Gaslieferungen hält er immer noch für möglich. Auch mit den Nachbarn Weißrussland und Ukraine hat sich Gazprom bislang noch nicht auf neue Gaspreise geeinigt.

An der Integration des deutschen Tochterunternehmens Wingas in den Gazprom-Konzern werde gearbeitet, ergänzte Medwedew. Ziel sei, damit die Exportaktivitäten Gazproms zu optimieren. Der Vorstand sei sich dessen bewusst, dass Wingas in Europa eine sehr bekannte Marke sei. Weitere Entscheidungen dazu kündigte er für das Jahresende an.

 
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Dienstag, 31.05.2016, 18:01 Uhr