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Enerige & Management > Gasnetz - Gazprom verstärkt Ostseeroute
Bild: Nord Stream
GASNETZ:
Gazprom verstärkt Ostseeroute
Der russische Gaskonzern Gazprom baut seine nördliche Exportroute nach Europa über die Ostsee aus und setzt dabei auf Transporte via Pipeline und per Schiff.
 
Mit neuen Partnern startet der russische Erdgaslieferant Gazprom einen weiteren Anlauf, die Ostseepipeline Nord Stream zu erweitern. Den internationalen Öl- und Gasmulti Shell sowie den österreichischen OMV-Konzern hatten die Russen schon Mitte Juni als Partner für Nord Stream II vorgestellt.

Gazprom-Chef Alexej Miller äußerte bei der Jahreshauptversammlung seines Unternehmens in Moskau am 26. Juni darüber hinaus die Hoffnung, dass sich von den deutschen Nord-Stream-I-Partnern neben Eon auch Wintershall am Bau von Nord Stream II beteiligen werde. Eon-Vorstand Klaus Schäfer hatte die Beteiligung seines Unternehmens an der Erweiterung der Ostseepipeline, die eine Verdoppelung der Transportkapazitäten auf jährlich 110 Mrd. m3 zum Ziel hat, mit guten Erfahrungen bei Nord Stream I gerechtfertigt.

Miller will in den nächsten Monaten ein Projektkonsortium für Nord-Stream II auf die Füße stellen. Die Pipeline soll auf russischem Gebiet teilweise auf einer anderen Route verlaufen als die zwei Stränge von Nord Stream I. Startpunkt soll nicht Wyborg, nördlich von St. Petersburg nahe der finnischen Grenze, sein, sondern Ust-Luga zwischen St. Petersburg und der estnischen Landesgrenze.

In Deutschland anlanden soll Nord Stream II jedoch auch in Lubmin bei Greifswald. Der dann nötige Ausbau der Anschlussleitungen müsse noch geklärt werden, hieß es. Bis 2019 soll Nord Stream II betriebsbereit sein.

In Ust-Luga plant Gazprom außerdem eine Erdgas-Verflüssigungsanlage, die auch einen Export des Energieträgers per Schiff über die Ostsee ermöglichen würde. Die Anlage soll auf eine Produktion von 10 Mio. t Flüssigerdgas (LNG) – das entspricht etwa 14 Mrd. m3 Pipelinegas – ausgelegt werden und 2020 in Betrieb gehen. Über eine Beteiligung von Shell soll verhandelt werden.

In St. Petersburg könnte außerdem ein europäischer Gashandelsplatz entstehen. Im September will hier Gazprom 3 Mrd. m3 Gas für Europa versteigern. Miller erklärte bei der Gazprom-Jahreshauptversammlung, Versteigerungen seien als Ergänzung zu Langfristverträgen gedacht.

Gazprom und Shell vereinbarten beim Petersburger Wirtschaftsform im Juni außerdem, ihre gemeinsamen LNG-Produktionskapazitäten auf der Pazifikinsel Sakhalin von derzeit 10 auf 15 Mio. t zu erhöhen. Zudem schlossen die beiden Unternehmen eine strategische Partnerschaft, die eine Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Gasgeschäfts und einen Austausch von Vermögenswerten vorsieht. Vor allem die Verfestigung der Zusammenarbeit im LNG-Geschäft wird als bedeutend für Gazprom gewertet; Shell gilt als weltweit führender Akteur im Transport und Handel mit verflüssigtem Erdgas.

 
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Montag, 06.07.2015, 14:21 Uhr