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Enerige & Management > Kooperation - Gemeinsame Suche nach der Zukunft der Netze
Bild: Fotolia.com, Detlef
KOOPERATION:
Gemeinsame Suche nach der Zukunft der Netze
Wie sollen die Leistungsnetze der Zukunft in Hamburg aussehen? Antworten auf diese Frage möchten die Betreiber der Netze gemeinsam finden.
 
Zur Entwicklung ihrer zukünftigen Infrastruktur wollen die Betreiber Stromnetz Hamburg, Gasnetz Hamburg und Wärme Hamburg eng zusammenarbeiten. Für das Projekt haben sie einen Antrag auf Förderung im Rahmen des „Norddeutschen Reallabors“ gestellt.

Mit im Boot sind die Technische Universität Hamburg-Harburg, die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg, sowie die Technische Hochschule Lübeck. Sie unterstützen das beantragte Teilprojekt Integrierte Netzplanung (iNeP) als wissenschaftliche Partner.

„Die Projektpartner haben das Ziel, markt- und realitätsnahe Modelle für eine integrierte Netzplanung zu entwickeln, die von Anfang an die unterschiedlichen Energieträger Fernwärme, Gas und Strom zusammen denken“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Der zentrale Fokus soll dabei auf der Versorgung mit erneuerbaren Energien liegen, auch unter Berücksichtigung neuer Herausforderungen wie der Bereitstellung von Wasserstoff für Verkehr und Industrie.

Vorgesehen ist beispielsweise, zu erproben wie ein Wasserstoffnetz an die Stadt Hamburg angebunden und wie die weitere Verteilung gestaltet werden kann. Auch Power-to-Heat- und Power-to-Gas-Lösungen sowie saisonale unterirdische Speicher sollen bei der Planung eines nachhaltigen Energienetzes stärker miteinbezogen werden. 

Hamburg als idealer Standort für Wasserstoffproduktion

Die Projektpartner haben sich vorgenommen, in den kommenden fünf Jahren einen Fahrplan zu erarbeiten sowie die erforderlichen Werkzeuge, um die Energienetze für eine klimaneutrale Energieversorgung in 2050 zu transformieren. Gegenstand der Untersuchung ist dabei auch immer die Frage, inwieweit ein paralleler Ausbau der Netze in dem betreffenden Stadtteil erforderlich ist, oder ob die Errichtung einer Anlage vor Ort zur Sektorkopplung eine wirtschaftlichere Alternative ist. Dies könnte sich bei den Kunden positiv auf die künftigen Netzentgelte auswirken.

Jens Kerstan (Grüne), Senator für Umwelt, Klima und Energie, sagt dazu: „Die Energiewende im Norden schaffen wir nur, wenn wir regenerativ erzeugten Strom auch in anderen Sektoren wie Verkehr und Industrie nutzen, um Erdgas und Erdöl zu ersetzen und den Kohleausstieg zu vollenden.“ Die Metropolregion Hamburg sei aufgrund des großen Potenzials der Windkraft und der bereits heute existierenden Expertise im Umgang mit Wasserstoff ein idealer Standort für die Wasserstoffproduktion.

Mit der Teilnahme am Reallabor leisten die städtischen Netzgesellschaften auch einen Beitrag für andere Metropolen. Mit den zu erwartenden Ergebnissen des Forschungsprojektes können künftig auch andere Städte die Zusammenarbeit ihrer Leitungsnetzbetreiber optimieren. Über die Bewilligung der Anträge wird voraussichtlich bis Ende November entschieden. Bei einer Förderzusage ist der Projektstart für April 2021 vorgesehen.

Beim Norddeutschen Reallabor handelt sich um ein länderübergreifendes Projekt, das die schnelle Dekarbonisierung aller Verbrauchssektoren demonstrieren soll. Mit den geplanten Vorhaben könnten rund 560.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden.

 
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Mittwoch, 16.09.2020, 14:44 Uhr