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Enerige & Management > Smart Meter - Gluth: „Trotzdem nahezu ein Vollrollout“
Bild: Fotolia.com, unique3d
SMART METER:
Gluth: „Trotzdem nahezu ein Vollrollout“
Wie geht der Rollout der Smart Meter jetzt nach Vorliegen der Kosten-Nutzen-Analyse weiter? Wir fragten nach bei Andreas Gluth, Abteilungsleiter Forschung & Entwicklung bei Thüga MeteringService.
 
 
Andreas Gluth
Bild:Thüga Metering
Service

E&M: Herr Gluth, findet die Empfehlung für das Rollout-Szenario Plus auch Ihre Zustimmung – wenn ja, warum?

Gluth: Ja, denn der EU-Rollout war vor Veröffentlichung der Analyse ‚gefühlt‘ nicht das Richtige für Deutschland und auch die alleinige Einbauverpflichtung bei einem Stromverbrauch größer als 6 000 kWh im Jahr hat so ihre Tücken – das wurde nun endlich mit Zahlen hinterlegt. Es werden hiermit Fakten geschaffen, die viele bisher aus dem Bauch heraus vermutet hatten: Die EEG-Anlagenbetreiber, insbesondere die von Photovoltaikanlagen, müssen stärker berücksichtigt sowie der Haushaltskunde eingebunden werden – aber das zu vertretbaren Kosten. Dieses Szenario beschreibt sicherlich eine Grundlage, die eine gewisse Balance zwischen den anderen Szenarien bietet.

E&M: Lässt sich abschätzen, um wie viel geringer der Aufwand für die Marktteilnehmer gegenüber dem lange diskutierten Vollrollout ist?

Gluth: Grundsätzlich handelt es sich ja trotzdem nahezu um einen Vollrollout – allerdings nicht für intelligente Messsysteme, sondern für die Zähler – und das über eine weit längere Zeitspanne, als man bisher gedacht hatte. Um hier etwas Genaues sagen zu können, müsste man sicherlich die Daten, die Ernst & Young gesammelt hat, sichten und neu in Zusammenhang bringen. Aber alleine der Umstand, dass bei den Kunden unterhalb von 6 000 kWh keine Kommunikationseinheit benötigt wird und das ‚abgesetzte Display‘ bei vielen Nutzern über das Smartphone oder Tablet realisiert werden kann, wird natürlich zu Kosteneinsparungen führen. Weiterhin ist es für die Energieversorger auch wichtig, dass die Erneuerung der Zählerinfrastruktur über den normalen Turnuswechsel stattfinden kann. Bei den Prozessen spielen die Kosten die Musik.

E&M: Was müssen Energieversorger, Netz- und Messstellenbetreiber jetzt als nächstes tun?

Gluth: Zunächst weiterhin am Ball bleiben. Noch stehen ein paar zentrale Dokumente für den Rollout aus. Wir raten unseren Kunden immer, das zu tun, was zum aktuellen Zeitpunkt feststeht. Obwohl noch nicht alles klar geregelt ist, ist es ratsam, sich mit dem Thema Smart Metering zu beschäftigen – das macht den Einstieg leichter, wenn es dann mal richtig losgeht. Vieles ist nicht abhängig von der Zählertechnologie und tangiert Prozesse außerhalb der Smart-Meter-Infrastruktur, zum Beispiel Abrechnungsprozesse, Workforce-Management und Logistik. Mit vorausschauender Denkweise wird man von einem nahenden Rollout nicht eiskalt erwischt.

E&M: Was bieten Sie als Dienstleister den Marktteilnehmern jetzt an?

Gluth: Kompetenz in den Bereichen Messwesen und IT. Wir entwickeln bereits heute Systeme, die den Rollout für unsere Kunden so effizient wie möglich gestalten. Wir bieten unseren Kunden den Komfort, dass sie bei dem Thema immer auf dem aktuellen Stand sind, konzentrieren uns dabei auf die aktuellen rechtlichen Gegebenheiten und bauen unser Leistungsspektrum kontinuierlich aus – dies minimiert das Risiko von stranded investments für unsere Kunden ungemein.

Weiterhin führen wir mit unseren Kunden fortlaufend Pilotprojekte zum Thema Smart Metering durch, die auf die jeweiligen Kundenanforderungen zu 100 Prozent abgestimmt sind. Letztendlich bieten wir unseren Kunden nicht nur die IT, die sie für das Thema benötigen, sondern auch seit vielen Jahren Kompetenzen in den Bereichen Messwesen, Zählerfernauslesung und EDM. Wie schon erwähnt, betrifft das Thema nicht nur die Zählerfernauslesung, sondern fast den kompletten Wertschöpfungsprozess eines Energieversorgungsunternehmens.

 
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Dienstag, 20.08.2013, 09:25 Uhr