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Enerige & Management > Wasserstoff - Grüne Wasserstoff-Infrastruktur für Fulda
Bild: Ilja C. Hendel / Zukunft Erdgas
WASSERSTOFF:
Grüne Wasserstoff-Infrastruktur für Fulda
Die osthessische Stadt Fulda will mit dem Wasserstoffprojekt "HYWHEELS" die Abkehr von fossilen Kraftstoffen im Verkehrssektor schaffen.
 
"Durch Hywheels möchten wir den Logistikstandort Osthessen stärken und grüne Verkehrsdienstleistungen anbieten", erklärt Heiko Wingenfeld (CDU), der Oberbürgermeister der Stadt Fulda. Ziel sei es, innerhalb weniger Jahre mindestens 1.000 Brennstoffzellen-Fahrzeuge, insbesondere Lkw, auf die Straßen in Osthessen zu bringen.

Infraserv Höchst, Betreiber des Industrieparks Höchst im südwestlich davon gelegenen Frankfurt am Main, übernimmt federführend die Erstellung des Konzepts zur Wasserstofferzeugung, inklusive Verteilungs- und Tankstelleninfrastruktur. Ihm zur Seite stehen die hessischen Partner Linde GmbH, ITM Power GmbH und ABO Wind AG.

"Als hessisches Konsortium übernehmen wir die fundierte Analyse sämtlicher für die Realisierung relevanter Handlungsfelder", erklärt Sirko Ogriseck, Projektleiter und -koordinator Wasserstoffprojekte bei Infraserv Höchst. Das Konzept solle späteren Investoren als Grundlage für eine weitere Planung der Infrastruktur dienen, die noch an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst werden muss. Dazu zählt Infraserv Höchst technische, rechtliche, wirtschaftliche, umweltrelevante und strukturelle Faktoren. 

Aufdecken der Rahmenbedingungen

Ogriseck ist überzeugt: "In Kombination mit einer zeitlichen Strukturierung der notwendigen Arbeitsschritte schaffen wir mit dieser Studie die Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung des Konzepts". Die Studie solle offenlegen, welche Rahmenbedingungen nötig sind, um die benötigte Infrastruktur in Osthessen zu implementieren. Zudem solle sie aufzeigen, welche Potenziale zur Wasserstofferzeugung lokal bereits existieren und inwieweit diese weiterentwickelt werden können.

Wie Infraserv Höchst mitteilt, sollen auf dieser Grundlage dann geeignete Standorte für die Tankstelleninfrastruktur identifiziert werden. Weitere Punkte der Studie sind die Kosten, die entlang der Wertschöpfungskette entstehen sowie die Frage, inwieweit Wasserstoff aus überregionalen Quellen bezogen werden kann − alternativ oder flankierend zu einer lokalen grünen Wasserstoff-Erzeugung.

Wasserstoff-Expertise von Infraserv Höchst

Das Konsortium mit Infraserv Höchst an der Spitze hat die Stadt Fulda durch seine Erfahrung im Bereich Wasserstoff überzeugt. Seit 2006 betreibt das Unternehmen im Industriepark Höchst eine 1.000-Bar-Pipeline samt einer eigenen Wasserstoff-Tankstelle für Lkw, Busse und Pkw. Zudem sind innerhalb des Industriegeländes auch Brennstoffzellenbusse unterwegs. Bis zum Dezember 2022 soll im Industriepark in Kooperation mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund außerdem die weltweit erste Wasserstofftankstelle für Züge entstehen, wie im Oktober bekannt wurde (E&M berichtete).
 
Sirko Ogriseck und Johanna Lesk sind für Infraserv Höchst mit der Konzepterstellung zur Wasserstofferzeugung und -verteilung betraut
Bild: Infraserv Höchst

 

 
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Donnerstag, 26.11.2020, 15:05 Uhr