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Enerige & Management > Wasserstoff - Grüner Wasserstoff im Hamburger Hafen
Bild: Fotolia
WASSERSTOFF:
Grüner Wasserstoff im Hamburger Hafen
Die „HanseWerk“ AG wird im Hamburger Hafen einen 25-MW-Wasserstoff-Elektrolyseur bauen.
 

Der in der geplanten Großanlage im Hamburger Hafen aus erneuerbaren Energien erzeugte Wasserstoff soll, so teilt Unternehmenssprecher Fabian Dahlem mit, vor allem für industrielle Nutzungen vor Ort bereitgestellt werden. Zudem wolle man, heißt es beim norddeutschen Energieunternehmen mit Sitz in Quickborn weiter, „aus dieser Anlage auch Mobilitätsanwendungen in der Hansestadt mit grünem Wasserstoff beliefern“.

Ab wann der Elektrolyseur genau in Betrieb gehen wird, darüber schweigt sich die Hansewerk AG zwar noch aus, doch ist das Unternehmen im Segment bis dahin nicht untätig. So hat sein Tochterunternehmen Schleswig-Holstein Netz AG schon im Sommer 2019 eine Einspeiseanlage in Brunsbüttel errichtet, mit der seitdem grüner Wasserstoff ins dortige Erdgasnetz eingebracht wird. Überdies ist die SH Netz AG am Projekt „H2vorOrt“ des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) beteiligt, das derzeit eine exakte Strategie für die Verteilnetzbetreiber in Deutschland für den Umbau zu einer Infrastruktur für grüne Gase (mit Schwerpunkt auf Wasserstoff) erarbeitet. Im Spätsommer werden im Rahmen dieser Arbeit die ersten Ergebnisse erwartet.

Offen für Partnerschaften zu Wasserstoffprojekten

Zudem ist die Hansewerk AG Mitglied im Projekt „Norddeutsches Reallabor“, in der insgesamt 50 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in 25 Projekten zeigen wollen, dass Wasserstoff künftig eine Schlüsselrolle für eine CO2-freie Energieversorgung einnehmen kann. Das Reallabor begreift sich dabei nicht als geschlossene Veranstaltung. „Wir als Unternehmensgruppe sind für Partnerschaften zu Wasserstoffprojekten offen“, so Dahlem. Dabei sind die Verantwortlichen in den Reihen der Hansewerk AG davon überzeugt, dass die dezentrale „Gaserzeugung und -netzeinspeisung aus dezentralen Anlagen − sowohl aus Power-to-Gas- als auch aus Biogasanlagen − eine wesentliche Rolle für eine CO2-neutrale Energieversorgung“ spielen wird.

Obgleich Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender der HanseWerk-Gruppe, die Verabschiedung der Wasserstoff-Strategie der Bundesregierung ausdrücklich begrüßt und darin eine „kraftvollen Impuls zur Nutzung des Energieträgers Wasserstoff auf Basis heimischer, erneuerbarer Energien“ erwartet, scheitern jedoch noch PtG-Projekte. Der Grund: Die Wasserstoffproduktion sind aufgrund der regulatorischen Rahmenbedingungen nicht wirtschaftlich. „Daher erreichen uns bisher auch keinerlei Anfragen bezüglich der Einspeisung von synthetisch hergestellten Methan auf Basis von grünem Wasserstoff“, sagt Fabian Dahlem. „Es liegt an der Bundesregierung, hier entsprechende Anreize für eine wirtschaftliche Erzeugung von grünen Gasen zu schaffen.“


 
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