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Enerige & Management > Studien - Homeoffice verursacht ein Viertel der Cybercrime-Schäden
Quelle: Fotolia/mik38
STUDIEN:
Homeoffice verursacht ein Viertel der Cybercrime-Schäden
Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen haben 2020 rund 223 Mrd. Euro Schaden verursacht − rund ein Viertel davon geht auf das Konto des Homeoffice, so jüngste Berechnungen.
 
Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage: Noch nie haben Cyberkriminelle bei deutschen Unternehmen einen so hohen Schaden angerichtet wie 2020. Während den Firmen 2019 noch rund 103 Mrd. Euro verloren gingen, waren es im vergangenen Jahr bereits 223 Mrd. Euro, wie kürzlich eine Bitkom-Umfrage gezeigt hat. Anhand dieser und weiterer Daten summiert sich der Schaden, der durch Angriffe im Homeoffice entstanden ist, auf rund 52 Mrd. Euro. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Das Homeoffice sei für Cyberkriminelle ein Geschenk, so das IW: Jeder Mitarbeitende, der von zu Hause arbeitet, nutzt Verbindungen, die oft leichter angegriffen werden können als solche im Firmennetzwerk. Entsprechend muss besonderer Wert auf die IT-Sicherheit gelegt werden.

Das ist bei vielen Unternehmen während der Pandemie aber offensichtlich nicht der Fall gewesen: „Zu oft gab es keine Firmen-Laptops, keine Schulungen und keine Sicherheitskonzepte“, sagt IW-Studienautorin Barbara Engels. Davor hat der Schaden durch Cyberangriff aufs Homeoffice erst bei 21,5 Mrd. Euro gelegen.

Ein Viertel der gesamten Schadenszunahme durch Cyberangriffe im Jahr 2020 ist damit also darauf zurückzuführen, dass in der Pandemie vermehrt Menschen im Homeoffice waren. Laut Bitkom arbeiteten 18,8 Mio. Berufstätige ganz oder teilweise von zu Hause aus, während es vor der Pandemie lediglich 7,7 Mio. waren.

Der IW-Kurzbericht zur Cybersicherheit  kann von der Internetseite des Instituts der deutschen Wirtschaft heruntergeladen werden.
 

Peter Koller
Redakteur
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Dienstag, 24.08.2021, 11:23 Uhr

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