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Enerige & Management > IT - IEA-Bericht zur Digitalisierung des Energiesystems
Bild: Nmedia, Fotolia
IT:
IEA-Bericht zur Digitalisierung des Energiesystems
Erstmals hat die Internationale Energieagentur (IEA) eine Analyse zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf das Energiesystem vorgelegt. Flexibilitäten könnten Netzausbau einsparen.
 
Vor allem ändert sich durch die Digitalisierung das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. „Durch die Digitalisierung werden die Grenzen zwischen Versorgung und Verbrauch verwischt. Der Stromsektor und Smart Grids sind das Zentrum dieser Transformation, aber letztlich sind alle Sektoren betroffen: Haushalte, Industrie und Verkehr“, konstatiert IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol. Digitale Technologien verändern zunehmend Zeit, Ort sowie die Art und Weise des Energieverbrauchs.

Bis 2040 könnten laut IEA weltweit über eine Milliarde Haushalte und elf Milliarden smarte Anwendungen an vernetzten Energiesystemen beteiligt sein. Dank Smart Metern und vernetzten Geräten könnten die Haushalte ihren Stromverbrauch steuern. Durch Demand-side-response in Gebäuden, Industrie und Verkehr könnten laut der Schätzung 185 GW an Flexibilitäten entstehen und so 270 Mrd. Dollar (knapp 233 Mrd. Euro) an Investitionen in neue Stromnetze vermieden werden.

Gebäude könnten mit Hilfe smarter Thermostate, die Echtzeit-Daten für den effizienten Einsatz etwa von Beleuchtung und Wärme nutzen, ihren Energieverbrauch um 10 % senken, heißt es weiter. Riesige Datenmengen, universelle Konnektivität sowie schnelle Fortschritte bei künstlicher Intelligenz und „Maschinen-Lernen“ würden neue Anwendungen und Geschäftsmodelle ermöglichen, von autonomen Fahrzeugen und Carsharing bis hin zu 3D-Drucken und weiteren verbundenen Verbrauchseinrichtungen.

Politik soll den Prozess steuern und Experimente ermöglichen

Entsprechende Veränderungen durch digitale Technologien gebe es auch bei der Energieproduktion, so die IEA, von „smarten“ Ölfeldern bis hin zu verbundenen Netzen und, in zunehmendem Maße, erneuerbaren Energien. Höhere Anteile flukturierender erneuerbarer Energie könnten durch eine bessere Abstimmung mit der Nachfrage besser ins Netz integriert werden. Erwartet wird auch, dass der Versorgungssektor insgesamt von größerer Produktivität und Effizienz profitiert.

Zugleich verweist der IEA-Bericht auf die Risiken der Digitalisierung und des „Internet der Dinge“ wie Datensicherheit, Angriffe durch Cyber-Attacken, die einfacher würden, sowie auch durch Disruption von Märkten, Geschäftsmodellen und den Wegfall von Arbeitsplätzen.

Politik und Marktdesign sind aus Sicht der IEA entscheidend, um das digital verstärkte Energiesystem effizient, sicher, zugänglich und nachhaltig zu gestalten. Dafür gibt es zehn „no regret“- Politik-Empfehlungen: Neben der Vermittlung des nötigen Know-How und dem Zugang zu den notwendigen, verlässlichen Daten gehört dazu unter anderem, neuen Technologien und Entwicklungen politischen Raum zu geben und ihre Erprobung zu ermöglichen und zu fördern. Für Unternehmen sollte ein „Level-Playing-Field“ geschaffen werden, damit sie ihre Dienstleistungen für die Kunden im Wettbewerb untereinander verbessern, wobei auch die genannten Risiken adressiert werden sollten.

Zudem, so die IEA, sollten Erfahrungen von anderswo einbezogen werden. So wird etwa ein Beispiel für die positive Wirkung der Verknüpfung von Verbrauchsdaten mit anderen Daten (data fusion) in Großbritannien genannt: Dort werden lokale Energieverbrauchsdaten für Strom und Wärme mit Informationen über den Gebäudebestand (Typ, Alter, Stockwerke) sowie Angaben über Energie-Audits und sozio-ökonomischen Daten verknüpft, um Energieversorgungskonzepte zu optimieren.

Der Bericht findet sich unter www.iea.org   .

 
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Montag, 06.11.2017, 14:08 Uhr