• Uniper klagt gegen niederländischen Kohleausstieg ohne Entschädigung
  • Netzagentur kürzt Gebotsvolumen um 250 MW
  • Andreas Wagner verlässt Stiftung Offshore-Windenergie
  • Stadtwerke Bietigheim-Bissingen starten Initiative für Ladestationen
  • Solarzellen nähern sich physikalischem Limit
  • China müsste für CO2-Neutralität viele Kohlemeiler abschalten
  • Geschmolzene Atomträume
  • Esslingen startet gemeinschaftliches Solarprojekt
  • Gutes Zeugnis für das ETS
  • Die wichtigsten Länder bei neuinstallierter Windkraftleistung
Enerige & Management > Verbände - Immobilienwirtschaft fordert nachhaltige Konjunkturhilfen
Bild: Fotolia.de, Rawpixel
VERBÄNDE:
Immobilienwirtschaft fordert nachhaltige Konjunkturhilfen
Die Immobilienwirtschaft fordert im Zuge einer Corona-Exitstrategie, die energetische Sanierung stärker zu fördern sowie Hemmnisse beim Mieterstrom endlich abzubauen.
 
Konjunktur- und Investitionsprogramme zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sollten so konzipiert werden, dass insbesondere Investitionen in CO2-arme Energieerzeugung, energetische Sanierung sowie in digitale Technologien als Klimaschutzlösungen angeregt werden. Laut Einschätzung des Zentralen Immobilen Ausschusses (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, könnte der Klimaschutz so zu einem Konjunkturschub führen. Dazu müsse der Gesetzgeber die passenden Rahmenbedingungen im Zuge der Exit-Maßnahmen schaffen, erklärt der Verband in einem Positionspapier, das am 29. April veröffentlicht wurde.

„Trotz der Corona-Restriktionen dürfen wir die klimapolitischen Ziele nicht aus den Augen verlieren. Ganz im Gegenteil sogar. Die entsprechenden Maßnahmen könnten zu einem wirtschaftlichen Aufschwung in zahlreichen Bereichen unserer Wirtschaft führen“, sagt Maria Hill, Vorsitzende des ZIA-Ausschusses Energie und Gebäudetechnik. „Die Klimapolitik sollte ein wichtiger Bestandteil der Exit-Strategien von Bund und Ländern sein. Dadurch treiben wir einerseits die Konjunktur an, andererseits senken wir den CO2-Ausstoß. Das ist ein Gewinngeschäft für alle Beteiligten.“
 
Das Positionspapier als PDF. 
Zur Vollansicht bitte auf das Dokument klicken
Quelle: ZIA

Für den Gebäudesektor fordert der ZIA deshalb die Stärkung der steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten für die energetische Gebäudesanierung. Analog dazu sollte insbesondere die steuerliche Förderung nicht nur wie bislang für selbst genutztes Wohneigentum, sondern auch für vermietete Bestände und Wirtschaftsimmobilien möglich sein, schreibt der Verband in dem Papier. Auch sollten verstärkt Investitionen in die energetische Sanierung von Gebäuden der öffentlichen Hand, zum Beispiel von Schulen, forciert werden.

Zudem müssten die Hemmnisse bei der erneuerbaren Energieerzeugung an Gebäuden und in Quartieren abgebaut werden. „Wir haben ein enormes Potenzial, um gebäudenah regenerative Energien zu erzeugen. Bislang kann dieses Potenzial aber aufgrund von möglichen Gewerbesteuerinfektionen der Mieterträge und weiteren Komplikationen nicht ausgeschöpft werden“, sagt Hill. Hier müsse auch die Sektorkopplung vorangebracht werden.

Daher empfiehlt der ZIA in seinem Positionspapier unter anderem den 52-GW-Deckel bei der Photovoltaik endlich zu beseitigen, die regulatorischen Hemmnisse beim Mieterstrom abzubauen sowie das geplante Bundesförderprogramm für effiziente Wärmenetzsysteme schnell einzuführen.

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ist der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Er spricht für rund 37.000 Unternehmen der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Das Positionspapier   "Bewältigung der Corona-Krise: Wachstums- und Investitionsprogramme auf Klimaschutz und Zukunftstechnologien ausrichten" ist auch online auf der Seite der ZIA zu finden.

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 8.93
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 29.04.2020, 13:06 Uhr