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Enerige & Management > Smart Home - Intelligent, aber noch weit weg
Bild: Fotolia.com, XtravaganT
SMART HOME:
Intelligent, aber noch weit weg
Smart Cities bergen ein enormes wirtschaftliches Potenzial in sich. Die Voraussetzungen, es zu heben, sind in Deutschland gut, war am 20. Oktober beim VDE-Kongress in Frankfurt am Main zu hören.
 
Smart Home, Smart Grid, Smart Traffic – ein Bild mit vielversprechenden Zukunftsperspektiven zeichnet der diesjährige VDE-Kongress Smart Cities. Eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass intelligente Lösungen für das Leben in der Zukunft Wirklichkeit werden, ist die Weiterentwicklung der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Echtzeitkommunikation ist das Stichwort und die wesentliche Basis für smarte Anwendungen. Dies betonte Joachim Schneider, VDE-Präsident und Vorstandsmitglied von RWE Deutschland, im Rahmen des VDE-Kongresses. Die fünfte Mobilfunkgeneration werde wirkliche mobile Echtzeit-Internetkommunikation erlauben.

Seiner Überzeugung nach könne Deutschland zum Leitanbieter für Smart Cities werden. Das sogenannte System der Systeme habe hierzulande sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten, denn Systemkompetenz sei Deutschlands Stärke. Und nicht zuletzt die von der Bundesregierung beschlossene Hightech-Strategie schaffe günstige Rahmenbedingungen für Innovationen, so Schneider.

Gleichzeitig hob der VDE-Präsident das wirtschaftliche Potenzial der Smart Cities hervor. Alleine in Deutschland liege Schätzungen zufolge das Marktvolumen bis 2030 bei einem dreistelligen Milliardenbetrag. Im globalen Ausblick zitierte Schneider eine McKinsey-Studie, nach der die erforderlichen Investitionen der Städte in die Infrastrukturen für Energie, Information, Wasser und Verkehr von jährlich 10 Bio. US-Dollar im Jahr 2013 bis 2025 etwa verdoppeln werden.

Ob solche Zahlen fantastisch anmuten oder nicht, sie machen deutlich, dass der Weg zu Smart Cities erhebliche Anstrengungen fordert. Laut Ingo Wolff, VDE-Präsidiumsmitglied, Geschäftsführer der IMST GmbH und emeritierter Professor für Elektrotechnik an der Universität Duisburg-Essen, hapert es derzeit beispielsweise noch bei den hochwertigen Kommunikationsnetzen, die künftig als bidirektionale Glasfaserleitungen verfügbar sein müssten. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern habe Deutschland hier noch erheblichen Nachholbedarf.

Der Glasfaseranschluss direkt an die Wohnhäuser (Fiber to the Home) sei noch die große Ausnahme. „Wir stehen bei Smart Cities noch ganz am Anfang“, so seine Diagnose. „Und was wir derzeit beim Thema Smart Meter erleben, ist eine Katastrophe“, schob Wolff hinterher und forderte von der Politik eine klare Strategie. Schließlich seien die Zähler eine elementare Voraussetzung für den erfolgreichen Betrieb von Smart Grids.

Mit intelligenten Technologien ausgestattet, über Systemgrenzen hinweg integriert und über Kommunikationstechnik vollständig vernetzt – das ist für Wolff die Stadt der Zukunft. Dabei ist Big Data die Grundlage, aber auch eine besondere Herausforderung. Millionen von Sensoren müssen „ausgestreut“ werden und noch mehr Datenwerte sammeln. Die Zusammenfassung, Bewertung und Verarbeitung der Daten müssen schließlich wieder zu Steuerimpulsen führen. Dabei sind eine sichere Energieversorgung, die Datenspeicherung oder die Datensicherheit nur einige der Parameter, die es zu optimieren gilt.

Heterogene Komponenten, Module und Verfahren – so charakterisierte Wolff die Informations- und Kommunikationsinfrastruktur der Smart City. Für Euphorie ist da kein Platz. Vielmehr sprach er „Probleme“ an. Das Kommunikations-, Mess- und Steuersystem einer intelligenten Stadt sei ein komplexes cyber-physisches System und damit auch allen den für diese Systeme bisher nicht gelösten Problemen unterworfen. Hier setze der VDE-Kongress an und mache den Versuch, sowohl für den informationstechnischen als auch den energietechnischen Bereich Lösungen aufzuzeigen.

 
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Dienstag, 21.10.2014, 09:22 Uhr