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Enerige & Management > Wärme - Joint Venture bietet "modernes Heat-Contracting"
Bild: Fotolia, sasel77
WÄRME:
Joint Venture bietet "modernes Heat-Contracting"
Mit einem Joint Venture möchte der Energiedienstleister Getec der Immobilienwirtschaft den kostenneutralen Wechsel zu einer klimaneutralen Energieversorgung ermöglichen.
 
Zusammen mit dem Münchner Energy-IoT-Unternehmen "GreenCom Networks" gründet Getec das Joint Venture "GETEC Green Heating GmbH". Dies geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der Unternehmen vom 4. März hervor. 

Das neue Unternehmen fußt auf einem Konzept der Getec, mit dessen Hilfe Wohnungsgesellschaften einen kostenneutralen Wechsel zu einer klimaneutralen Energieversorgung schaffen sollen. Neben sogenannten Fossil-to-Green-Lösungen, die eine fossile Energieversorgung durch klimafreundliche Energiesysteme ersetzen, enthält das Konzept auch ein E-Heating-Programm, das die Partner zusammen entwickelt haben.

Konzentration auf alte Speicherheizungen

Die Unternehmen schreiben neuen, steuerbaren Speicherheizungssystemen signifikante CO2-Einsparungen in Bestandsimmobilien zu. Das Potenzial sei groß: "Aktuell versorgen mehr als fünf Millionen Speicherheizungen allein in Deutschland über 1,4 Millionen Haushalte mit Wärme. Von diesen elektrischen Heizgeräten ist fast die Hälfte in Wohnungen installiert, die von Wohnungsunternehmen vermietet werden", so die Unternehmen. Das Durchschnittsalter dieser Speicherheizungen liege bei über 20 Jahren.

"Derzeit bringen Speicherheizungen neben geringem Komfort für die Mieter ständig steigende Energiekosten und sind meist nicht digital angebunden oder regelbar", erklärt Michael Lowak, Segment CEO Immobilienwirtschaft der Getec-Gruppe. Solche Wohnungen seien daher schwerer zu vermieten. Diese Nachteile würden mit dem Joint Venture behoben werden.

So biete Getec Green Heating ein Contractingprodukt für Wärme als Dienstleistung an: Alle Speicherheizungen würden durch neue, digital angebundene und regelbare Speicherheizsysteme ersetzt. Das Angebot mache das Joint Venture ohne Installationskosten, aber im Gegenzug für einen 15-jährigen Wärme-als-Service-Vertrag. Dieser schließe alle nötigen Leistungen wie Hardware-Demontage und -Installation sowie Betriebsführung, Wartung und Abrechnung mit ein.

Zusammenschalten zu einem virtuellen Kraftwerk

Wie Peter Müller-Brühl, COO der Green Com, anführt, werden über eine Energie-IoT-Plattform alle an der E-Heating-Produktion beteiligten Heizungsanlagen miteinander verbunden und gesteuert. "Die Einbindung und Optimierung so vieler Anlagen ermöglicht ein modernes Heat-Contracting als neuartiges Dienstleistungsprodukt mit zukunftssicheren Wertschöpfungsmöglichkeiten." Müller-Brühl verspricht sich davon Vorteile für alle: So hätten Mieter mehr Komfort und die Planungssicherheit eines langfristigen Vertrags mit einem festen Wärmepreis. Wohnungsunternehmen würden durch eine verbesserte Emissionsbilanz den Immobilienwert steigern − ohne Zusatzkosten oder Mietausfälle durch Renovierungen oder Neuinstallationen.

"Schließlich gewinnt das Energiesystem eine zusätzliche dezentrale Speicherkapazität und vermarktbare Flexibilität", ergänzt Müller-Brühl. In Summe könnten alle in Deutschland installierten Speicherheizungen pro Jahr eine Speicherkapazität von 15 Mrd. kWh bieten, würde man sie zu einem virtuellen Kraftwerk zusammenfassen. 
 

Davina Spohn
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Donnerstag, 04.03.2021, 14:33 Uhr

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