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Enerige & Management > Politik - Kapferer liest der Politik die Leviten
Bild: JFL Photography / Fotolia
POLITIK:
Kapferer liest der Politik die Leviten
Mit Stolz auf die Leistungen der Energiebranche und ernsten Ermahnungen an die Politik hat der Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung den diesjährigen Verbandskongress eröffnet.
 
„Wir sind vielleicht nicht laut, aber wir sind die Branche, die in unserem Land die Zukunft baut“, sagte Stefan Kapferer in Berlin unter Verweis auf die von der Energiewirtschaft erzielte CO2-Reduktion und die vielfältigen Aktivitäten zu Wärme- und Verkehrswende. „Wir bauen die Tank-Infrastruktur von morgen“, nannte er als Beispiel zur Elektromobilität. Die Wachstumschancen im Mobilitätssektor seien für die Branche „gigantisch“.

Genauso arbeite man an PtX als zweitem Standbein der Energiewende. „Netzdienstleistungen und Back-up-Kapazitäten sichern – das ist unser Geschäftsfeld von morgen“, so Kapferer. Die Rolle der Energiewirtschaft im Industrieland Deutschland verändere sich. Es sei „klar, den Industriestandort Deutschland wird es zukünftig nur mit grüner Energie geben“, so Kapferer.

 „Wir stehen zu unserer Verantwortung und wollen diese auch in Zukunft wahrnehmen“, betonte er. Dies sei aber nur machbar, „wenn wir wirtschaftlich erfolgreich sind“. Denn nur so könnten die nötigen Investitionen finanziert werden. „Wir brauchen endlich eine CO2-Bepreisung in den Sektoren außerhalb des Emissionshandels“, insistierte Kapferer. Der BDEW fordert eine Bepreisung im Gebäude- und Verkehrssektor in Höhe des jeweiligen Zertifikatepreises im ETS mit sozialem Ausgleich.

Appell an Finanzminister Scholz für CO2-Bepreisung

Es sei „ein Treppenwitz der Geschichte“, dass ausgerechnet Strom als Energieträger, der in jüngster Zeit zu fast 44 % aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde, der teuerste sei. „Lieber Herr Scholz“, appellierte Kapferer an den Bundesfinanzminister, „ermuntern Sie mal die Kabinettskollegen, im eigenen Interesse, der CO2-Bepreisung näherzukommen“.

Einen „Hallo-wach-Ruf“ richtete der BDEW-Geschäftsvorsitzende auch an die Bund-Länder-Arbeitsgruppe, in der Bau- und Justizministerium seit Monaten über Anpassungen im Miet- und Wohneigentumsrecht beraten. Die Frage, um die es geht: Dürfen Mieter in Einfamilienhäusern oder Wohnungseigentümer in Mehrfamilienhäusern eine Ladestation installieren, wenn sie sie selber bezahlen.

Zudem mokierte sich Kapferer über die Unionspolitiker, die nun wegen der Kosten den Kohleausstieg bremsen wollen. „Denen sind zwei Milliarden Euro pro Jahr für die Strukturhilfen schon zu teuer. Dieselben Abgeordneten haben vor zehn Monaten einem Baukindergeld zugestimmt, das jährlich zehn Milliarden Euro kostet“, so Kapferer. „Da passt etwas nicht zusammen.“ Die politischen Prioritäten müssten sich auch im Bundeshaushalt widerspiegeln, „sonst werden wir das nicht gemeinsam schaffen“.
 
 
 

 
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