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Enerige & Management > Effizienz - Klimaprämie für hocheffiziente Haushaltsgeräte
Bild: Fotolia.com, Photo-K
EFFIZIENZ:
Klimaprämie für hocheffiziente Haushaltsgeräte
Die Förderung besonders stromsparender Geräte unterstützt den Klimaschutz deutlich mehr als eine Auto-Kaufprämie, betont eine Studie des Freiburger Beratungsbüros Ö-Quadrat.
 
Nach wie vor nicht ausgenutzt sieht das Freiburger Energieberatungsbüro Ö-Quadrat GmbH das Einsparpotenzial effizienter Haushaltsgeräte. „Würden in einem Jahr alle bundes­deutschen Haushalte bei einem Er­satzkauf ein durchschnittliches Gerät der höchsten Effizienzklasse kaufen, könnte der Stromverbrauch gegenüber dem heuti­gen Kaufverhalten um mehr als 5,1 Milliarden Kilowattstunden sinken“, haben die Freiburger Energieexperten in einer jüngsten Studie errechnet. Was immerhin 4 % des letztjährigen Haushaltsstromverbrauchs hierzulande entspräche.

Um Bundesbürger zum Kauf stromsparender Waschmaschinen, Kühlschränke, Geschirrspüler oder Wäschetrockner zu motivieren, plädiert Ö-Quadrat für eine Klimaprämie von 50 bis 100 Euro pro Gerät. „Das ist ein schnell wirksamer und kosteneffizienter Klimaschutzbeitrag ganz im Gegensatz zur Kaufprämie von neuen Autos mit Verbrenner-Technologie, die derzeit im Gespräch ist“, betonte Geschäftsführer Dieter Seifried gegenüber E&M.

Nach seinen Berechnungen könnte mit sehr sparsamen Geräten der A+++-Effizienzklasse in allen Haushalten der jährliche CO2-Ausstoß um rund 2,5 Mio. Tonnen gesenkt werden. „Bei der von der Automobilindustrie und einigen Bundesländern geforderten Auto-Kaufprämie sind keinerlei positive Auswirkungen für den Klimaschutz zu erwarten“, so Seifried.
 
Für die Klimaprämie sprechen auch die niedrigeren Kosten, so Ö-Quadrat. „Wenn wirklich rund zehn Millionen Haushaltsgeräte gegen besonders sparsame Nachfolgemodelle ausgetauscht werden, kommt bei einer Prämie eine Fördersumme von 500 Millionen Euro zusammen“, betont Seifried. Bei der Abwrackprämie 1.0 hatte die Bundesregierung während der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 rund zwei Millionen Auto-Käufern jeweils einen Zuschuss von 2.500 Euro gewährt, sprich, unter dem Strich kostete die Aktion den Steuerzahler rund 5 Mrd. Euro.
 
Keinen Zweifel lässt Dieter Seifried, wer die Klimaprämie für sehr stromsparende Haushaltsgeräte finanzieren soll: „Das Geld muss aus dem Etat des Bundeswirtschaftsministeriums kommen, das in den zurückliegenden Jahren nichts getan hat, um dieses Klimaschutzpotenzial zu mobilisieren.“

 
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Dienstag, 26.05.2020, 14:53 Uhr