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INTERVIEW:
Kohler: "Pusch für erneuerbare Energien"
Auf der Weltklimakonferenz in Johannesburg 2002 lud Bundeskanzler Gerhard Schröder die Staaten der Welt ein, in Deutschland über den Ausbau der klimafreundlichen Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien zu diskutieren. Die Teilnehmer der Internationalen Konferenz „Renewables 2004“ (1.-3. Juni in Bonn) sollen aber nicht nur Absichtserklärungen verabschieden. E&M sprach mit Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena) über mögliche Ergebnisse.
 

E&M: Herr Kohler, erwarten Sie konkrete Ausbauziele für erneuerbare Energien von der Bonner Konferenz?

Kohler: Auf der Konferenz soll eine politische Deklaration zur verstärkten Nutzung regenerativer Energiequellen verabschiedet werden. In einem internationalen Aktionsplan werden sich Regionen oder Staaten außerdem verpflichten, bestimmte Maßnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien zu ergreifen.

E&M: Mit messbaren Ausbauzielen?

Kohler: Die Konferenz wird keine neuen Zahlen produzieren. In Kioto wurden die Verpflichtungen zur Reduktion der Treibhausgase verabschiedet. Von Bonn wird ein Pusch für erneuerbare Energien ausgehen. Der internationale Ausbau wird in Gang kommen.

E&M: Warum sollten Unternehmen an der politischen Konferenz teilnehmen?

Kohler: In Bonn gibt es verschiedene Foren. Innerhalb der Regierungskonferenz findet beispielsweise ein "Stakeholder Dialog" statt. Die dena wird diesen nutzen, um mit dem russischen Energieversorger RAOS über den Einsatz von Windkraftanlagen in Sibirien zu diskutieren. Bisher legen deutsche Windanlagenbauer die Anlagen für Temperaturen bis minus dreißig Grad aus, in Sibirien herrschen aber bis zu minus fünfzig Grad. Also müssen deutsche Hersteller und russische Anwender miteinander reden. Es ist generell wichtig, robuste Technologien zu niedrigen Preisen anzubieten. Die Wirtschaft sollte die Gelegenheit nutzen, um mit Anwendern aus aller Welt zu sprechen.

E&M: Wie groß ist das Interesse deutscher und internationaler Unternehmen, nach Bonn zu kommen?

Kohler: Die dena organisiert zusammen mit der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ, die Red.) ein Business Forum, in dem sich Unternehmen aus aller Welt präsentieren können. Zugesagt haben bereits Autokonzerne, Ölmultis, Energieversorger und Anlagenbauer. Aber auch mittelständische Unternehmen wie Solarworld oder Solvis und das mexikanische Energieministerium werden nach Bonn kommen.


 
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Mittwoch, 21.04.2004, 15:29 Uhr