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Enerige & Management > KWK - Kombi-Versorgung für Karlsruher Quartier
Bild: Fotolia.com, XtravaganT
KWK:
Kombi-Versorgung für Karlsruher Quartier
Die Stadtwerke Karlsruhe werden in einem bestehenden Quartier die Energieversorgung komplett erneuern und wollen so die CO2-Emissionen in den Bestandsgebäuden halbieren.
 
Die Bauarbeiten in Karlsruhe-Durlach haben nach Angaben der Stadtwerke Mitte Mai begonnen. Vorgesehen ist, im Rahmen des Projekts „Smartes Quartier Karlsruhe-Durlach“ für fünf Mehrfamilien-Bestandsgebäude mit 175 Wohnungen auf insgesamt 11.600 m2 Grundfläche ein neues Energiekonzept zu realisieren.

Derzeit werden die fünf aus den 1960er Jahren stammenden Mehrfamilienhäuser der „Volkswohnung“ durch Erdgaskessel und mit Strom aus dem Netz versorgt. Die Gebäude wurden Anfang der 1990er Jahre teilmodernisiert. Die dort wohnenden rund 350 Menschen benötigen jährlich etwa 350.000 kWh Strom und 1,2 Mio. kWh Wärme.

Künftig will man für die Energieversorgung des smarten Quartiers in Karlsruhe-Durlach zwei Wärmepumpen, Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern und zwei Erdgas-BHKW einsetzen. Alle Geräte sind nach Angaben der Stadtwerke über ein Energiemanagement-System verbunden, dessen Steuerung auf künstlicher Intelligenz basiert.

Wärmepumpen nutzen mehrere Quellen

Ziele der modernisierten Energieversorgung sind die Halbierung des Primärenergieverbrauchs und der damit verbundenen CO2-Emissionen sowie die Erprobung eines wirtschaftlichen Betreiberkonzeptes. Dazu nutzt etwa eine Mehrquellen-Großwärmepumpe die Energie von Außenluft und Erdwärmesonden, eine andere Wärmepumpenanlage die von photovoltaisch-thermischen Kollektoren.

Bislang kommen Wärmepumpen in Bestands-Mehrfamilienhäusern nur selten zum Einsatz. Die Integration in bestehende Mehrfamilienhäuser ist nach Angaben der Stadtwerke technisch anspruchsvoll, was das Temperaturniveau, die Verfügbarkeit von Wärmequellen und die Versorgung mit erneuerbarem Strom angeht.

„Die Kombination von Wärmepumpen mit Photovoltaik und einem Blockheizkraftwerk zusammen mit Wärmespeichern hat sowohl energetisch als auch ökonomisch großes Potenzial. Für Wohnungsgesellschaften ist bei optimaler Auslegung ein wirtschaftlicher Betrieb im Rahmen eines Contracting-Modells möglich“, betont Stefan Storz, Geschäftsführer der Volkswohnung.

Die neue Energieversorgung des Quartiers in Durlach wurde mit allen Erzeugern und Verbrauchern vom Fraunhofer ISE simuliert. Dabei hat man das Versorgungskonzept so optimiert, dass die CO2-Emissionen durch den Verbrauch von Erdgas und Netzstrom minimiert werden und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit für die Mieter erreicht wird. Dafür ist unter anderem das intelligente Energiemanagement verantwortlich, das Wärmepumpen und BHKW so steuert, dass die Wärmepumpen bevorzugt mit selbst erzeugtem PV- oder BHKW-Strom betrieben werden können.

 
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Freitag, 22.05.2020, 13:08 Uhr