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Enerige & Management > Forschung - Kostengünstige Stromspeicher für die ganze Welt
Bild: Fotolia, sdecoret
FORSCHUNG:
Kostengünstige Stromspeicher für die ganze Welt
Mit dem Konzept eines extrem günstigen Stromspeichers hat die Hochschule Landshut die erste Runde des Innovationswettbewerbs „Weltspeicher“ des Bundesforschungsministeriums gewonnen. 
 
Rund eine Milliarde Menschen weltweit haben aktuell keinen Zugang zu elektrischem Strom. Eine neue Generation von dezentralen, erschwinglichen und umweltfreundlichen Stromspeichern soll diesem Zustand abhelfen.

Unter dem Titel „Weltspeicher“ hat das Bundesforschungsministerium (BMBF) dazu einen Innovationswettbewerb in zwei Phasen gestartet: Aus 25 eingereichten Skizzen sind fünf besonders geeignete Konzepte ausgewählt worden, die seit dem 1. Juni in einer geförderten Konzeptphase ihre Lösungsidee konkretisieren können. 

Eines der fünf Finalisten-Teams kommt von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut (HAW). Die Wissenschaftler entwickeln nun zwölf Monate lang in Kooperation mit dem Münchner Unternehmen „VoltStorage“ das Konzept für einen extrem preiswerten Stromspeicher auf Basis der All-Iron-Redox-Flow-Batterietechnologie (IRFB). Am Ende wird eine Jury maximal zwei Konzepte prämieren. Die Gewinner des Innovationswettbewerbs erhalten dann bis zu 5 Mio. Euro Förderung, um ihre „Weltspeicher-Konzepte“ bis zum Aufbau eines Labordemonstrators umzusetzen.

 

Stichwort: Redox-Flow-Batterie

Redox-Flow-Batterien speichern elektrische Energie in flüssigen chemischen Verbindungen, meist auf Basis von Vanadiumoxiden, aber auch anderen metallischen oder organischen Verbindungen. Durch die räumliche Trennung von flüssigem Elektrolyt und der galvanischen Zelle mit Membran zum Ionenaustausch sind Speichergröße und Leistung unabhängig voneinander und fast beliebig skalierbar.

Initiatorinnen des Forschungsprojekts an der HAW Landshut sind die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Christina Zugschwert und Saskia Dinter. „Unser Ziel ist die verlässliche Stromversorgung vor allem für Entwicklungs- und Schwellenländer“, so Zugschwert. Aber auch private Haushalte in Deutschland und anderen Industrienationen könnten von der neuen Batterie profitieren. Immerhin gebe es einen enormen Kostenvorteil der IRFB-Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Speichersystemen.

„Auf Basis einer ersten Schätzung könnten Einsparungen von über 80 % erzielt werden“, betont Projektleiter Prof. Karl-Heinz Pettinger, wissenschaftlicher Leiter des Technologiezentrums Energie (TZE) der HAW Landshut. Das liege daran, dass die IRFB-Technologie aus weltweit vorhandenen Materialien hergestellt werden kann. Darüber hinaus sei die IRFB-Technologie besonders umweltfreundlich, da die notwendigen Materialien größtenteils aus Recyclingmaterialen herstellbar sind. So komme die Technologie ohne Konfliktmaterialien wie Lithium und Kobalt aus.

Damit die Forschenden mit ihrem Weltspeicher-Konzept auch in die Umsetzungsphase kommen, müssen sie gewisse Anforderungen erfüllen. So soll die neue Generation an Stromspeicher mindestens so leistungsfähig sein wie bestehende Lösungen, dabei aber deutlich günstiger in Anschaffung und Unterhalt. Außerdem soll der neue Weltspeicher umweltfreundlich gebaut sein, in jedes Haus passen und zusammen mit erneuerbaren Energiesystemen wie Solarstrom, Windkraft oder Wasserturbinen betrieben werden können.

 
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