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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Land muss Windpark genehmigen
Bild: Jonas Rosenberger
WINDKRAFT ONSHORE:
Land muss Windpark genehmigen
Das Wiesbadener Verwaltungsgericht hat der ESWE Taunuswind GmbH Recht gegeben, die auf dem Taunuskamm einen Windpark errichten will.
 
(dpa) – Laut dem Gerichtsurteil muss das Land Hessen den Bau des umstrittenen Windparks genehmigen. Der entsprechenden Klage der ESWE Taunuswind GmbH sei stattgegeben worden, sagte eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts in Wiesbaden. 

Der Energieversorger hatte geklagt, nachdem im Jahr 2016 sein beantragter Bau von insgesamt zehn Windrädern mit einer Höhe von jeweils rund 207 Metern vor allem aus Wasser- und Naturschutzgründen abgelehnt worden war. Die entsprechenden Waldflächen des Windparks Hohe Wurzel befinden sich auf dem Gebiet der Stadt Wiesbaden und der Stadt Taunusstein. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Neun der zehn Anlagen liegen in Trinkwasserschutzgebieten. Nach Einschätzung des beklagten Landes Hessen besteht die Gefahr, dass bei der Errichtung des Windparks Schadstoffe aufgrund der Felsstruktur in das Grundwasser gelangen könnten. Das Gericht sah diese Gefahr ebenfalls, ordnete das von dem Unternehmen vorgelegte Sicherheitskonzept aber als ausreichend ein, um dieses Risiko zu minimieren. Ein Null-Risiko könne nicht gefordert werden.

Auch die Gefahr durch die Anlagen für die in dem Gebiet des geplanten Windparks lebenden Wanderfalken ist laut Gericht kein Grund, den Bau nicht zu genehmigen. Zwar würden die Tiere als besonders geschützte Art gelten und damit einem Tötungsverbot unterliegen, so die Richter. Aber die Windräder würden zur Versorgung und damit zur öffentlichen Sicherheit beitragen, daher liege eine Ausnahme vom Tötungsverbot vor.

Die Geschäftsführerin von ESWE Taunuswind, Gabriele Schmidt, sprach von einem „sehr guten Ergebnis“. Jörg Höhler, Technikvorstand von ESWE Versorgung, Mutter von Taunuswind: „Windenergie macht nur dort Sinn, wo auch der Wind weht, Infrastruktur besteht und der Naturschutz effektiv betrieben werden kann.“ All das komme auf dem Taunuskamm zusammen. Man habe ein beispielhaftes Schutzkonzept für Mensch und Tier erarbeitet, sagte er. Es biete ein Höchstmaß an Sicherheitsvorkehrungen. Bereits in der Planungsphase hätten es Fachleuten als vorbildlich und wegweisend eingeschätzt.



 

 
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