• Kaum Bewegung bei Strom und Gas, CO2 etwas schwächer
  • Mehr Flächen für Windturbinen durch weniger Drehfunkfeuer
  • Stromerzeugung und Agraranbau in einem
  • Gasag-Gruppe visiert klimaneutrale Zukunft an
  • Diese Plattform ist "ein bisschen zu früh gekommen"
  • Batterierecycling mit Hindernissen
  • Mehr Strom aus fossilen Energieträgern im ersten Quartal 2021
  • "Wir müssen jetzt Gas geben!"
  • Das Jahrzehnt wird deutlich wärmer
  • RWE startet Bau von 1,4-GW-Windpark
Enerige & Management > Regenerative - Lichtblick will Direktvermarktung von Ökostrom an Endkunden
Bild: K-U Haessler / Fotolia
REGENERATIVE:
Lichtblick will Direktvermarktung von Ökostrom an Endkunden
Durch eine Marktreform im EEG soll Strom aus erneuerbaren Quellen zertifiziert und direkt an Haushalte und Unternehmen verkauft werden können, schlägt Ökostromanbieter Lichtblick vor.
 
Bisher sei eine Direktvermarktung von Ökostrom in Deutschland meist untersagt, kritisiert der Ökostromanbieter Lichtblick. Bei den europäischen Nachbarn sei es aber sehr wohl möglich, Strom aus einer Solar- oder Windanlage zertifizieren zu lassen und zu vermarkten. Deshalb legte Lichtblick am 3. November einen entsprechenden Gesetzentwurf für die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vor.

Die Klimadebatte habe die Ökostrom-Nachfrage von Haushalten und Unternehmen enorm angekurbelt. „Diese Nachfrage kann und muss neben der EEG-Förderung zum Treiber für den Ökostrom-Ausbau werden“, erklärte Ralf Schmidt-Pleschka, Koordinator für Energie- und Klimapolitik bei Lichtblick. Wenn Ökostrom einen sicheren Herkunftsnachweis hat, könne er Zusatzeinnahmen generieren. Mit diesen könne der Bau neuer Anlagen auch außerhalb der staatlichen Förderung finanziert werden, das senke die EEG-Subventionen und entlaste die Strompreise, argumentiert er.

Gesetzesvorlage vom Hamburg Institut

Die Strommarkt-Experten des Hamburg Instituts hätten im Auftrag von Lichtblick einen schlanken Gesetzesvorschlag entwickelt. Er sieht vor, für neue, geförderte Ökostromanlagen Herkunftsnachweise auszustellen. Sie ermöglichten eine lückenlose und gesetzeskonforme Ökostrom-Vermarktung an Endkunden.

2021 könnten so etwa 10 Mrd. kWh Wind- und Solarstrom als grüne Strom-Produkte vermarktet werden. Bis 2030 wären es bis zu 160 Mrd. kWh. Das entspreche einem Drittel des Stromverbrauchs in Deutschland. „Die Koalition muss mehr Markt wagen und den aktuellen EEG-Entwurf nachbessern“, forderte Schmidt-Pleschka.

Bisher habe Deutschland das europäische Verbot zur Doppelvermarktung von Grünstrom besonders marktfeindlich umgesetzt. Deshalb dürften nur geringe Mengen Wind- und Solarstrom direkt an Endkunden verkauft werden. Viele Versorger bezögen deshalb grünen Strom im Ausland. In den meisten anderen EU-Staaten dürfe geförderter Ökostrom schon seit langem direkt vermarktet werden.

Der Gesetzentwurf „Herkunftsnachweise für Strom aus neuen EEG-finanzierten Anlagen“   steht bei Lichtblick zum Download bereit.

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 2.98
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Dienstag, 03.11.2020, 14:35 Uhr