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Enerige & Management > Regulierung - Marktkommunikation im Smart-Meter-Zeitalter
Bild: Fotolia.com, Bertold Werkmann
REGULIERUNG:
Marktkommunikation im Smart-Meter-Zeitalter
Die Bundesnetzagentur hat die Vorgaben zur elektronischen Marktkommunikation an die Erfordernisse des Digitalisierungsgesetzes angepasst.
 
Für einen Übergangszeitraum vom 1. Oktober 2017 bis voraussichtlich 1. Oktober 2019 hat die Behörde ein sogenanntes „Interimsmodell“ festgelegt. Dieses besagt, dass zunächst einmal die Aufbereitung und Verteilung von Messwerten aus intelligenten Messsystemen wie bisher erfolgen wird. Der Verteilnetzbetreiber wird also nach wie vor seine zentrale Funktion ausüben. Das heißt, die Plausibilisierung der Metering-Daten und die gegebenenfalls notwendige Ersatzwertbildung nehmen nach wie vor die Verteilnetzbetreiber vor. Von diesen werden die Daten dann als addierte Bilanzkreissummen an die Marktpartner weitergeleitet.

Künftig wird es dann – so sieht es das Messstellenbetriebsgesetz vor – eine sogenannte sternförmige Verteilung der Daten geben. Sie werden dann aus dem Smart Meter Gateway direkt an die Marktpartner übermittelt.
 
In der Vergangenheit hatte es zum Teil heftige Diskussionen um den damit verbundenen Verlust der grundsätzlichen Datenhoheit der Verteilnetzbetreiber gegeben. Vor diesem Hintergrund hatte Andy Neidert vom Referat „Zugang zu Elektrizitätsverteilernetzen“ der Bundesnetzagentur bei den ZVEI Metering Days im vergangenen Herbst in Fulda betont, die grundsätzliche Datenhoheit liege ohnehin beim Letztverbraucher.

Eine Reihe von energiewirtschaftlichen Regelungen, die sich auf die elektronische Marktkommunikation beziehen, etwa auf den Lieferantenwechsel, den Wechsel des Messstellenbetreibers oder auf die Einspeiseprozesse, wird durch die Vorgaben des Digitalisierungsgesetzes berührt. Der Gesetzgeber habe damit Rechte und Pflichten der am Messstellenbetrieb Beteiligten „kurzfristig“, wie es in den Festlegungsbeschlüssen heißt, neu definiert. Allerdings sieht das Gesetz keine Übergangsfristen vor. Deshalb musste die Behörde ebenso kurzfristig die neuen rechtlichen Vorgaben in den entsprechenden Prozessen der Marktkommunikation berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund war die Bundesnetzagentur, die das Interimsmodell in enger Abstimmung mit BDEW und VKU erarbeitete, nach eigenen Angaben bestrebt, die bestehenden Prozesse so weit wie möglich beizubehalten.

Die Vorbereitungen zur Umstellung der gesamten Marktkommunikation auf das sogenannte Zielmodell, also die sternförmige Kommunikation mit intelligenten Messsystemen, sollen unmittelbar zu Beginn des neuen Jahres anlaufen.

Die Festlegungen der BNetzA-Beschlusskammern stehen hier zum Download   zur Verfügung.
 

 
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