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Enerige & Management > Effizienz - Mehr Gebäudeeffizienz für Europas Klimaschutz
Bild: Fotolia.com, Photo-K
EFFIZIENZ:
Mehr Gebäudeeffizienz für Europas Klimaschutz
Kadri Simson, EU-Kommissarin für Energie, stellte auf dem virtuellen Deneff-Jahreskongress die europäischen Vorhaben für mehr Energieeffizienz vor.
 
Im Zentrum der aktuellen Bemühungen für mehr Energieeffizienz stünden die Gebäude, erläuterte Kadri Simson, EU-Kommissarin für Energie. Auf dem Jahreskongress der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) verwies sie auf erste Erfolge der europäischen Effizienzstrategie: „Neue Gebäude benötigen heute nur noch die Hälfte der Energie von Gebäuden, die vor 20 Jahren gebaut wurden“, sagte Simson.

In den nächsten Jahren bis 2030 müssten auch die Bestandsgebäude ihren Energiebedarf um 60 % senken, um die europäischen Klimaschutzziele zu erreichen. Der Gebäudesektor sei EU-weit für 40 % der Klimagasemissionen verantwortlich. Nur in effizienten Gebäuden könnten erneuerbare Energien für die Heizung und den Warmwasserverbrauch sorgen, um fossile Brennstoffe zu ersetzen.

Investitionen mit doppeltem Gewinn

Gerade angesichts der Covid-19-Pandemie hätten viele Verbraucher wirtschaftliche Probleme und zögerten, in Energiesparmaßnahmen zu investieren. Daher müssten Kommunen und Staaten ihnen helfen, wofür Mittel auch aus anderen Bereichen umgeleitet werden sollten. Beispielhaft sollte mit der Sanierung öffentlicher Gebäude vorangegangen werde, appellierte Simson.

„Energieeffizienzmaßnahmen besonders im Gebäudebereich schaffen viel Wertschöpfung und Arbeitsplätze und zahlen sich so doppelt aus für den Klimaschutz und die Einnahmen der Regionen“, sagte die Kommissarin. Die drei Säulen der Energieeffizienzstrategie seien ein Systemansatz, der alle Bereiche der Erzeuger und Verbraucher einbezieht, die soziale Ausgewogenheit und die schnelle und kostengünstige Umsetzung.

Der Bausektor und die Finanzwirtschaft müssten sich der Zukunft stellen, damit energieeffiziente Gebäude entstehen. „Nur in einer gemeinsamen Anstrengung von Bürgern, Kommunen, Unternehmen, dem Staat und der EU können wir die Renovierungswelle auslösen und durchsetzen“, appellierte Simson.

Renovierungsrate in der EU mindestens verdoppeln

Ein breites Aktionsprogramm der EU wolle nicht nur Geld verteilen, sondern auch dafür sorgen, dass modernes Wissen und Erfahrungen gesammelt und weitergegeben werden, kündigte Stefan Moser, Head of Unit im Direktorat Energie der EU-Kommission, an. Dafür würden elektronische Datenbanken und Best Practice-Beispiele zugänglich gemacht. Die Renovierungsrate soll mindestens verdoppelt und vertieft werden, so das Ziel der EU.

Dazu sollten Erfahrungen unter den europäischen Ländern und Regionen ausgetauscht werden für möglichst effektive energetische Sanierungen. „Wir brauchen eine Kombination öffentlicher und privater Gelder, keine Seite allein kann den nötigen Schub entwickeln“, sagte Moser. Das sollte durch nationale Programme und Steueranreize befördert werden. Ein Vorschlag für eine EU-Gebäuderichtlinie mit Mindeststandards für den Energiebedarf soll bis Ende 2021 vorgelegt werden, kündigte Moser an.

 
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Dienstag, 24.11.2020, 15:13 Uhr