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Enerige & Management > Brennstoffzelle - Mehr Geld für innovative Wasserstofftechnologie
Bild: PEM-Brennstoffzelle, E&M
BRENNSTOFFZELLE:
Mehr Geld für innovative Wasserstofftechnologie
Eine Investorengruppe unter Leitung des Tanklagerunternehmens Royal Vopak investiert 17 Mio. Euro in die Erlanger Firma Hydrogenious und ihre LOHC-Technologie.
 
Die Technik – das Akronym LOHC steht für Liquid Organic Hydrogen Carriers – ermöglicht es, Wasserstoff in einem Trägeröl (Dibenzyltoluol) zu speichern und ihn sicher zu transportieren. So könnte beispielsweise aus überschüssiger erneuerbarer Energie produzierter grüner Wasserstoff mit Hilfe vorhandener Kraftstoffinfrastruktur zu Standorten transportiert werden, an denen Bedarf besteht.

Zu den Investoren gehört neben dem niederländischen Spezialisten für flüssige und gasförmige Güter auch die Mitsubishi Corporation mit ihren Geschäftsbereichen Erdgas, Erdöl und mineralische Rohstoffe. Darüber hinaus engagieren sich der weltweit größte Polymerhersteller Covestro sowie AP Ventures, ein Kapital-Fonds, der vorwiegend in den Bereichen Wasserstoff-Wertschöpfungskette und Elektromobilität mit Brennstoffzellen tätig ist.

Beitrag zum Durchbruch einer wasserstoffbasierten Wirtschaft

Daniel Teichmann, CEO bei Hydrogenious, kündigte in einer Unternehmensmitteilung an, die neuen Mittel für die Skalierung und Industrialisierung der Technologie zu verwenden sowie in den kommenden Jahren zusätzliche Projekte auf den Markt zu bringen. Dabei werde sich die Zusammenarbeit mit den Investoren nicht nur auf die finanzielle Unterstützung beschränken. Sie sollen auch aktive Hilfe bei der Entwicklung der LOHC-Technik hin zu einem wesentlichen Bestandteil der internationalen Wasserstoffinfrastruktur leisten. Vor allem Vopak könne dabei eine wichtige Rolle spielen.

Marcel van de Kar, Direktor des Bereichs New Energies beim Tankanlagen-Spezialisten: „Die Partnerschaft wird die Entwicklung des überregionalen und globalen Wasserstofftransports erleichtern.“ Er sieht darin sogar einen Beitrag zum Durchbruch einer auf Wasserstoff basierenden Wirtschaft.

Bei der Mitsubishi Corporation gibt man der LOHC-Technologie vor allem auch auf dem asiatischen Markt große Chancen. Sie sei geeignet, den Wasserstoff in dichtbesiedelten Stadtgebieten zu speichern und über weite Strecken zu verteilen. Bei Covestro sieht man im Wasserstoff auch ein Potenzial, um bezahlbare und saubere Energie für die chemische Industrie zur Verfügung zu stellen.

Die Hydrogenious LOHC Technologies GmbH wurde 2013 als Spin-off der Universität Erlangen-Nürnberg gegründet. Die Firma mit Sitz in Erlangen beschäftigt 70 Mitarbeiter und ist damit nach eigenen Angaben weltweit führend auf dem Gebiet der Wasserstoffspeichertechnologien auf LOHC-Basis. Das Unternehmen baut Anlagen für Wasserstofftankstellen und die Wasserstofflogistikindustrie.

 
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