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Enerige & Management > Europaeische Union - Mehr Schwung für Sonne, Wind und Wasserstoff
Bild: Fotolia.com, kreatik
EUROPAEISCHE UNION:
Mehr Schwung für Sonne, Wind und Wasserstoff
Nach Verabschiedung ihrer neuen Klimaziele für 2030 und 2050 will die EU den diplomatischen Druck erhöhen, damit sich ihre Konkurrenten ebenfalls mehr Klimaschutz vornehmen.
 
Die EU wolle die Gelegenheit des Machtwechsels in den USA ergreifen, um klimapolitisch wieder enger mit Washington zusammenzuarbeiten, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nach der letzten Videokonferenz der Energieminister unter deutscher Ratspräsidentschaft.

Die Klimaziele für 2030 und 2050, auf die sich die Staats- und Regierungschefs in der letzten Woche verständigten, hätten unter den Energieminister breite Unterstützung gefunden. Bei der Umsetzung werde den nationalen Besonderheiten im Rahmen der gemeinschaftlichen Solidarität Rechnung getragen. Ziel sei es, den erneuerbaren Energien den Weg zur Regelenergie zu ebnen.

In Deutschland sei mit dem Kompromiss der Koalition über die Novelle des EEG ein wichtiger Fortschritt erzielt worden, sagte Altmaier weiter. Der Minister erhofft sich davon „neuen Schwung“ vor allem für die Solarenergie. Über die genauen Ausbauziele konnte man sich allerdings noch nicht verständigen. Sie sollen in den ersten drei Monaten des neuen Jahres festgelegt werden.

Die Energieminister verständigten sich auf zahlreiche Arbeitsaufträge an die EU-Kommission im Zusammenhang mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien und mit Blick auf den Einsatz von Wasserstoff.

Energiemärkte stärker integrieren

Um mehr erneuerbare Energien einzusetzen, müssen die Verbindungen zwischen den Mitgliedstaaten nach Ansicht der Energieminister gestärkt und ihre Energiemärkte stärker integriert werden. Die Kommission soll deswegen Vorschläge unterbreiten, wie die Rahmenbedingungen für Investitionen wie grenzüberschreitende Leitungen oder Stromspeicher verbessert werden können. Dabei geht es vor allem um klare Regeln für die Teilung der Kosten und Gewinne. 
Windparks und andere Anlagen vor der Küste mit mehreren Anrainer-Staaten, die Erzeugung, Übertragung und Handel kombinierten, seien besonders geeignet, die Integration großer Mengen grünen Stroms in die Elektrizitätswirtschaft voranzubringen. Vor den Küsten der EU könne ein „europäisches Gesamtprojekt“ entstehen, sagte Altmaier.

Die Kommission soll außerdem einen Kooperationsrahmen für Großprojekte vor den Küsten entwickeln, um den betroffenen Ländern die Zusammenarbeit bei der Raumplanung, der Netzentwicklung und der Entwicklung gemeinsamer Standards zu erleichtern. Schließlich brauchten die Mitgliedstaaten mehr Unterstützung aus Brüssel, um die zahlreichen Fördertöpfe erfolgreich einzusetzen.

Auch die EU-Länder selbst wollen mehr staatliche Beihilfen einsetzen, um Windräder und Solaranlagen zu unterstützen. Das sei allerdings nur möglich, wenn die Kommission bei der Genehmigung großzügiger sei. Sie soll deswegen neue Richtlinien für Beihilfen in der Energiewirtschaft erlassen.

Wasserstoff wird nach Ansicht der Energieminister eine wichtige Rolle in einer emissionsfreien Energiewirtschaft und auf dem Weg dorthin spielen. Die Erzeugung müsse deswegen schnell ausgeweitet und in die bestehenden Strukturen der Energiewirtschaft integriert werden.

Beihilfen für grünen Wasserstoff?

Sie unterstützen das Ziel der Kommission, die Wasserstoff-Elektrolyse bis 2024 auf 6.000 MW auszubauen, erwarten allerdings mehr Details darüber, wie das Ziel erreicht werden soll. Vorrang müssten dabei die Erhöhung der Energie-Effizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien haben.

Altmaier wies nach den Beratungen auf die Interessenunterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten hin. Während einige zur Erzeugung des Wasserstoffs nur grünen Strom einsetzen wollten, könnten andere sich vorstellen H2 zumindest übergangsweise auch aus Atomstrom oder Gas herzustellen. Der Ministerrat betont in diesem Zusammenhang, dass Wasserstoff aus Ökostrom derzeit nicht wettbewerbsfähig sei. Dieser Nachteil könne durch Beihilfen und eine Reform des Emissionshandels kompensiert werden.

 
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Montag, 14.12.2020, 16:10 Uhr