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Enerige & Management > Windkraft Offshore - Mehr Tempo auf See notwendig
Bild: vadim petrakov / Fotolia
WINDKRAFT OFFSHORE:
Mehr Tempo auf See notwendig
Der Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore setzt auf neun Handlungsempfehlungen, damit es wieder zu mehr Dynamik beim Ausbau der Offshore-Windenergie kommt - bis 2030 und danach.
 
Auf eine schnelle Reform des Erneuerbare-Energien- sowie des Wind-auf-See-Gesetzes drängt der Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore (BWO), damit endlich das im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung angekündigte erhöhte Ausbauziel für die Offshore-Windenergie gesetzlich verankert wird.

Demnach soll die installierte Leistung von Seekraftwerken vor den deutschen Küsten bis 2030 insgesamt 20.000 MW umfassen, 5.000 MW mehr als bislang geplant. „Wir brauchen diese Gesetzesänderung so schnell wie möglich, da die Investoren einfach Planungssicherheit brauchen“, kritisierte BWO-Geschäftsführer Stefan Thimm bei einer Online-Pressekonferenz die seit vergangenem Oktober anhaltende Verzögerung.

Unverzichtbar sei diese Gesetzesreform aber auch für das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH): „Ohne ein gültiges Gesetz kann das BSH nicht mit den Voruntersuchungen der für die weiteren 5.000 MW Offshore-Windleistung zusätzlich benötigten Flächen in Nord- und Ostsee beginnen“, betonte Thimm. „Ohne eine wirklich zügige Gesetzesänderung besteht die Gefahr, dass das neue Ausbauziel bis zum Jahr 2030 angesichts der langen Vorlaufzeiten für Offshore-Windparks nicht umzusetzen ist.“
 
Stefan Thimm: „Ohne eine wirklich zügige Gesetzesänderung besteht die Gefahr, dass das neue Ausbauziel bis zum Jahr 2030 angesichts der langen Vorlaufzeiten für Offshore-Windparks nicht umzusetzen ist“
Bild: BWO

Gleich neun detaillierte Punkte umfassen die an das Bundeswirtschaftsministerium adressierten Handlungsempfehlungen des BWO, um wieder für mehr Fahrt beim Ausbau der Windenergienutzung auf See bis 2030 und darüber hinaus zu sorgen. Dazu zählen unter anderem eine weitere Vergütung von sogenannten Pilotwindenergieanlagen in Nord- und Ostsee über das Jahr 2026 hinaus, der finanzielle Ausgleich für Ausfallzeiten oder die Schaffung eines gesetzlichen Rahmens für die Wasserstoffherstellung auf Basis von Offshore-Windstrom. „Wir brauchen nicht nur eine raumordnerische Festlegung von weiteren sogenannten Energiegewinnungsgebieten, die speziell für die Gewinnung von Wasserstoff reserviert sind, sondern auch die Abschaffung von den derzeit für die Wirtschaftlichkeit hinderlichen Abgaben und Umlagen“, sagte Thimm.

Das Online-Pressegespräch nutzte der seit Jahresbeginn amtierende BWO-Geschäftsführer erneut, um bei der Vergütung des Offshore-Windstroms für einen Wechsel zum britischen Contract-for-Difference-Modell (CfD) zu plädieren. Die sogenannten Differenzverträge würden nicht nur die Planungssicherheit für die Investoren erhöhen, weil deren Refinanzierungsrisiko sinken würde. Gewinner seien auch die Stromverbraucher: „Mit CfD lassen sich die Stromgestehungskosten um etwa 30 Prozent senken“, verwies Thimm auf ein Gutachten vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Das könne die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Strompreise sichern, was für die „Zeit nach Corona“ wichtig sei.

Den laufenden Betrieb der deutschen Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee sieht der BWO durch die Corona-Pandemie nicht gefährdet. „Selbst wenn für Service- und Wartungsarbeiten Teams aus den Niederlanden oder Dänemark eingesetzt werden müssen, gibt es nach unseren Informationen bislang keine Schwierigkeiten“, sagte Thimm.

 
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Mittwoch, 15.04.2020, 15:13 Uhr