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Enerige & Management > Stadtwerke - Mehrum-Stilllegung 2020 kein Tabu mehr
Bild: Fotolia.com, nmann77
STADTWERKE:
Mehrum-Stilllegung 2020 kein Tabu mehr
Die Stadtwerke Hannover fahren derzeit 20 % Verlust mit ihren Kraftwerken ein: 20 Mio. Euro waren es im vergangenen Jahr, weitere 5 Mio. Euro Verlust werden für 2015 erwartet. Das Unternehmen denkt daher über ein mögliches Stilllegungs-Szenario nach.
 
Die Stadtwerke Hannover bereiten sich aufgrund der angespannten Situation auf ein mögliches Worst-Case-Szenario vor: Von der 1 200 MW Gesamtproduktion würde der Versorger demnach als erstes das 100 MW Gaskraftwerk Herrenhausen vom Netz nehmen. Dann gebe Hannover Ende 2015 eine virtuelle Eon-Kraftwerksscheibe mit 125 MW auf, so dass die Eigenerzeugung auf 995 MW sinke. Selbst die Schließung des 700 MW Kohlekraftwerks Mehrum sei für 2020 kein Tabu mehr: „Wir sehen uns das derzeit genau an und bereiten uns schlimmstenfalls auch darauf vor“, so Feist. Dann hätte enercity die Eigenproduktion um fast 1 000 Megawatt gesenkt und reichlich Kapazität vom Markt genommen.
 
Mit Bestandsanlagen Auslaufen des fossilen Zeitalters begleiten
 
„Wie teuer darf es sein, zu hoffen und zu warten?“ Diese Frage stellte Michael Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover, auf einer Diskussionsveranstaltung in Hannover, mit Blick auf den geforderten Kapazitätsmarkt. Hunderte anderer Energieversorger würden mit Stilllegungen folgen, solange es nicht bald Verbindlichkeiten für die Zukunft gebe.
 
„Anlagen müssen mit vertrautem Personal gefahren werden. Ist das Personal weg, sind die Anlagen tot“, ergänzte Technikvorstand Harald Noske. Doch wie bekomme man die Anlagen aus der Bilanz? Bis die Buchwerte auf Null sind, dauere es fünf bis sechs Jahre. Und allein die Stilllegungskosten lägen in Hannover bei rund 30 Mio. Euro. Ohne neue Strommarktregeln fürchtet Noske „Knappheitspreise“ auf der Basis echter physikalischer Engpässe. Es sei unlogisch, neue Speicher zu fordern, obwohl Kraftwerke und KWK-Anlagen vorhanden seien. Noske: „Man muss den Mut haben, mit Bestandsanlagen das Auslaufen des fossilen Zeitalters zu begleiten.“

 
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Mittwoch, 26.11.2014, 09:33 Uhr