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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Milliarden für Autobranche sollen Wandel beschleunigen
Bild: Jonas Rosenberger
ELEKTROFAHRZEUGE:
Milliarden für Autobranche sollen Wandel beschleunigen
Kaufanreize für Elektroautos bis 2025, neues Fördergeld für sauberere Lastwagen, mehr Stromtankstellen: Der Staat unterstützt weiter den Wandel hin zu klimaschonenderen Fahrzeugen.
 
(dpa) − Die Bundesregierung sagte bei einem Spitzengespräch von Kanzlerin Angela Merkel mit Branchenvertretern weitere drei Milliarden Euro zu. Branche und IG Metall begrüßten die Unterstützung und dringen in der angespannten Marktlage auf eine rasche Umsetzung.

Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, sprach von einer Hilfe für Klimaschutz und Wirtschaftskraft. „Wir bringen jede Woche 12.000 neue E-Autos auf die Straßen in Deutschland“, erklärte sie. Diese bräuchten nun auch viele neue E-Ladesäulen.

Die Zusagen beim Autogipfel im Überblick:

Um mehr E-Autos auf die Straßen zu bringen, war die bestehende Kaufprämie (Umweltbonus) über eine „Innovationsprämie“ bereits deutlich erhöht worden − seitdem steigen die Absatzzahlen. Damit können Autokäufer einen Zuschuss von bis zu 9.000 Euro bekommen. Dafür verdoppelt der Bund seinen Anteil am Bonus, der eigentlich zur Hälfte auch von Herstellern gezahlt wird. Diese erhöhte Prämie war vorerst bis Ende 2021 vorgesehen und soll nun bis Ende 2025 laufen. Dazu gibt der Bund bis zu eine Milliarde Euro zusätzlich.

Bisher werden reine E-Autos und auch Plug-in-Hybride gefördert, die sowohl elektrisch als auch mit Sprit fahren. Umweltschützer sehen das bei Hybriden kritisch, da diese oft vor allem als Verbrenner gefahren werden. Wie die Bundesregierung beschloss, sollen Hybride künftig nur noch bezuschusst werden, „wenn diese ab 2022 eine Mindestreichweite von 60 Kilometer, ab 2025 von mindestens 80 Kilometer haben“.

Eine neue Lkw-Abwrackprämie soll alte Nutzfahrzeuge von der Straße holen und den Verkauf neuerer Modelle ankurbeln. Die Milliarde, die der Bund dafür gibt, soll aufgeteilt werden: 500 Millionen Euro für Unternehmen, die Laster der Abgasnormen Euro 3, 4 und 5 gegen Lkw der neuen Norm Euro 6 eintauschen, und weitere 500 Millionen Euro für die öffentliche Beschaffung, also etwa den Austausch alter Feuerwehrwagen. Die Pläne kommen bei Umweltschützern schlecht an, weil sie auch Diesel fördern. Das Umweltbundesamt hatte den Vorschlag ebenfalls kritisiert.

Das Ziel der Bundesregierung ist, bis Ende 2022 Schnelllade-Infrastruktur an einer von vier Tankstellen, bis Ende 2024 an jeder zweiten und bis Ende 2026 an drei von vier Tankstellen. Man wolle mit der Branche über eine Selbstverpflichtung reden und bis Ende 2022 Fördergelder zahlen, heißt es im Papier − gehe es nicht schnell, werde man es per Gesetz regeln. Am Ziel von 72.000 öffentlichen Ladepunkten hält die Regierung fest, derzeit sind es laut Energieverband BDEW gut 33.000.

Für mittel- und längerfristige Pläne soll es einen Zukunftsfonds Automobilindustrie aus Fördermitteln geben, in den der Bund eine Milliarde Euro einzahlen will. Ziel sei eine „strategische strukturpolitische Orientierung“ für Deutschland, aber auch Strategien für den Wandel speziell in den Regionen mit besonders vielen Unternehmen der Autobranche.

 
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Mittwoch, 18.11.2020, 14:28 Uhr