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Enerige & Management > Stromnetz - Millionen für das Wemag-Netz
Bild: Miredi / Fotolia
STROMNETZ:
Millionen für das Wemag-Netz
Die Wemag Netz GmbH hat angekündigt, ihre Nettoinvestitionen im kommenden Jahr zu verdoppeln.
 
Insgesamt 35,5 Mio. Euro wird die Netz-Tochter der Wemag AG aus Schwerin im Jahr 2019 investieren. Vor allem der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien erfordere zusätzliche Mittel für das Netz. So habe sich die Zahl der angeschlossenen EEG-Anlagen zwischen 2012 und 2017 verdoppelt, heißt es in einer Mitteilung des Netzbetreibers.
 
Für das kommende Geschäftsjahr hat die Wemag Netz GmbH Investitionen in Höhe von 12 Mio. Euro im Bereich des Hochspannungsnetzes und 20 Mio. Euro in der Niederspannung vorgesehen
Bild: Wemag

Der Geschäftsbericht des regionalen Energieversorgers weist für das Ende des vergangenen Jahres eine installierte Anschlussleistung der EEG-Anlagen im eigenen Netzgebiet von 1 467 MW aus. Gegenüber 2016 entspreche dies einem Zuwachs um 11,7 %. Damit sei sie fast viermal so hoch, wie die maximale Verbrauchernetzlast von 392 MW im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Folge waren Rückspeisungen in das Übertragungsnetz von 50Hertz an 354 Tagen des Jahres 2017. Darüber hinaus habe die Einspeisung in die Mittel- und Niederspannung an 348 Tagen zu einer Rückspeisung aus der Mittelspannungsebene in die Umspannebene von Hoch- und Mittelspannung geführt. Über einen nennenswerten Zubau an regenerativen Erzeugungskapazitäten hat der Energieversorger im Jahr 2018 allerdings nicht berichtet.

Investitionen in den Aufbau eines Funknetzes

Dennoch prognostiziert Andreas Haak, Geschäftsführer der Wemag-Netzgesellschaft: „In den nächsten zehn Jahren wird sich die Kraftwerksleistung aus EEG-Anlagen nach unseren Planungen sowie nach den Zielen der Landes- und Bundespolitik mindestens noch einmal verdoppeln.“ Um die Netzinfrastruktur darauf vorzubereiten, seien in den nächsten fünf Jahren durchschnittlich 35 Mio. Euro an Investitionen erforderlich. Laut Geschäftsbericht betrugen die Nettoinvestitionen der Wemag Netz GmbH 18 Mio. Euro im Jahr 2017 und 24 Mio. Euro im Jahr 2016.

Für das kommende Geschäftsjahr hat der Verteilnetzbetreiber Investitionen in Höhe von 12 Mio. Euro im Hochspannungsnetz für Erneuerungsmaßnahmen in Umspannwerken, den Bau neuer Umspannwerke sowie den Ausbau der Leitungen vorgesehen. In der Niederspannung seien Netzerneuerungsmaßnahmen im Umfang von 20 Mio. Euro erforderlich.

Zusätzlich soll Geld in den Aufbau eines Funknetzes fließen, Zur Steuerung der Energieflüsse sind Investitionen in den Aufbau eines Funknetzes vorgesehen. Dazu kooperiert die Wemag mit 450 Connect, der deutschen Tochtergesellschaft des niederländischen Strom- und Telekommunikationsnetzanbieters Alliander, die mit fünf weiteren regionalen Netzbetreibern eine 450-MHz-Funklösung aufbauen will. Die öffentlichen Kommunikationsnetze in der Heimatregion des Energieversorgers seien kaum geeignet, die hohen Anforderungen der Energiebranche an eine digitale Infrastruktur zu erfüllen, hatte Thomas Murch kürzlich auf Anfrage von E&M erklärt. Dagegen seien die 450 MHz der einzige standardisierte Frequenzbereich unterhalb von 1 GHz, der nicht für den öffentlichen Mobilfunk genutzt werde und damit „hohe Verfügbarkeit einer geeigneten Frequenz mit moderner Mobilfunktechnologie verbindet“, so der technische Vorstand der Wemag AG.

 
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Dienstag, 13.11.2018, 16:58 Uhr