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Enerige & Management > Windkraft Offshore - Mini-Ausbau auf See
Bild: diak / Fotolia
WINDKRAFT OFFSHORE:
Mini-Ausbau auf See
Für ihre aktuelle Halbjahresbilanz konnten die Offshore-Windverbände nur die Errichtung von 16 Windturbinen vermelden, deren Bau sich im vergangenen Jahr verzögert hatte.
 
Eigentlich hätte die Null in der Halbzeitbilanz zum Ausbau der Offshore-Windenergie stehen müssen, die verschiedene Verbände schon fast traditionsgemäß Mitte Juni eines jedes Jahres verschicken: Aber da sich durch die letztjährige Insolvenz des Windturbinenherstellers Senvion die Errichtung von 16 Anlagen im zweiten Bauabschnitt des Trianel-Projektes Borkum monatelang verzögert hat, konnte die heimische Offshore-Windbranche zumindest einen Zubau von 219 MW für die ersten sechs Monate melden.

Dabei wird es auch für dieses Gesamtjahr bleiben. Derzeit sind in den deutschen Nord- und Ostseegewässern keine neuen Offshore-Windparks am Start. Erst für 2022 sind wieder erste Errichterschiffe gebucht, dann starten die Aufbauarbeiten der Projekte Kaskasi (Betreiber: RWE Renewables) und Arcadis Ost 1 (Betreiber: Parkwind). Bis dahin beträgt die installierte Offshore-Windleistung hierzulande 7.760 MW, die sich auf 1.501 in den zurückliegenden zehn Jahren errichtete Anlagen verteilen. Eine Punktlandung sozusagen: Genau diese Kapazität hatte die Bundesnetzagentur in früheren Netzentwicklungsplänen für die Windkraftnutzung auf See bis Ende 2020 vorgesehen.

Die sich schon seit zwei, drei Jahren abzeichnende Ausbaulücke, vor der die Branchenorganisationen und einige gegenüber der Offshore-Windenergie aufgeschlossene Politiker immer gewarnt haben, ist nun Fakt – ein Fakt, der nicht mehr zu ändern ist. Deshalb haben die Verbände ihre gemeinsame Halbjahresbilanz genutzt, um vor allem die Zukunftschancen der Offshore-Windenergie zu unterstreichen. „Neben der gesetzlichen Verankerung der Langfristziele gehört dazu auch die schnellstmögliche Ausschreibung der verfügbaren Flächen sowie die Wahl eines volkswirtschaftlich effizienten Vergütungssystems“, heißt es in ihrer Pressemitteilung.
 
Wie schon seit Wochen bekannt, werben die Verbände und auch die norddeutschen Küstenländer dafür, künftige Offshore-Windparks nach dem britischen Contract-for-Difference-Modell (hierzulande besser bekannt als: Differenzverträge) zu fördern. Davon will die Bundesregierung nichts wissen. Um bei künftigen Ausschreibungen und mehreren vorliegenden Null-Cent-Geboten einen Zuschlag erteilen zu können, setzt der verabschiedete Kabinettsentwurf für die Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) auf eine sogenannte zweite Gebotskomponente. Sprich, wer als Investor wirklich den Zuschlag erhalten will, muss zusätzliches Geld in die Hand nehmen. Im September beginnen im Bundestag die Anhörungen für die WindSeeG-Novelle, dann dürfte der Streit zwischen Bundesregierung und Offshore-Windenergiebranche an Schärfe zunehmen.
 
Nicht nur in den Differenzverträgen sehen die Branchenorganisationen einen Hoffnungsträger für einen weiteren, wirtschaftlichen Ausbau der Windkraft auf See, sondern auch in der künftigen Wasserstoffherstellung. Nach ihrer Einschätzung komme dem Offshore-Wind eine „Schlüsselrolle“ für die Produktion von grünem Wasserstoff zu. „Mit der Nationalen Wasserstoff-Strategie eröffnet sich die Chance, etwa 3.000 Megawatt Offshore-Windenergie zur Produktion von grünem Wasserstoff zu nutzen. Hierfür müssen möglichst zügig zusätzliche Flächen voruntersucht und ausgeschrieben werden“, heißt es in ihrer Erklärung.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat im Vorentwurf des neuen Flächenentwicklungsplans zumindest die ersten beiden Flächen für Power-to-X-Vorhaben in der Nord- und Ostsee benannt.
 

 
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Freitag, 17.07.2020, 12:55 Uhr