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Bild: Fotolia.com, WoGi
GAS:
Mit Gas zum klimaneutralen Energiesystem
Das Konsortium „Gas for Climate“, eine Gruppe europäischer Gasunternehmen, hat eine weitere Studie zur Schaffung einer erneuerbaren Energieversorgung mit dekarbonisiertem Gas vorgelegt.
 
Eine neue Studie unter dem Titel „Gas Decarbonisation Pathways 2020 bis 2050“ kommt zu dem Ergebnis, dass ein klimaneutrales Energiesystem am besten zu erreichen ist, wenn nicht nur erneuerbarer Strom, sondern auch grüne Gase wie Wasserstoff und Biomethan einbezogen werden.

Die vom Konsortium Gas for Climate, einer Gruppe europäischer Gasunternehmen und -verbände, bei der Beratungsgesellschaft Guidehouse (vormals Navigant) in Auftrag gegebene Untersuchung mache deutlich, dass es zusätzlicher Anstrengungen in der EU-Klima- und Energiepolitik bedürfe, um Europa dem Ziel der Netto-Null-Emissionen bis 2050 näherzubringen, so das Konsortium.

Ein Vorschlag ist, in Europa schon bis 2030 verpflichtend dafür zu sorgen, dass 10 % der Gasversorgung mit erneuerbaren Gasen bestritten werden. Dafür nötig sei eine verbindliche Quote von 10 % Gas aus erneuerbaren Quellen bis 2030.

Außerdem regt die Studie an, einen Rahmen dafür zu schaffen, dass Biomethan und Wasserstoff grenzüberschreitend gehandelt und transportiert werden könnten. Die Marktregeln für grünen und blauen Wasserstoff sowie für dessen Transport müssten geklärt werden. Dabei werde ein gut funktionierendes Herkunftsnachweissystem von entscheidender Bedeutung sein.

Biomethan, grünen und blauen Wasserstoff in großem Maßstab herzustellen sowie in der bestehenden Gasinfrastruktur zu transportieren, zu speichern und zu verteilen sei für die bis 2030 geplante Senkung der CO2-Emissionen um 55 % enorm wichtig, so die Untersuchung weiter. Eine Kopplung der Strom-, Gas- und Wärmenetze und eine integrierte Verknüpfung der Märkte böten den größtmöglichen Gesamtnutzen.

Nachfrageanreize für Wasserstoff und Biomethan schaffen

Der European Green Deal könne diese Entwicklungen unterstützen, die Senkung der Emissionen beschleunigen, nachhaltige Arbeitsplätze in der EU schaffen und First-Mover-Vorteile für die EU-Industrie sichern. Nötig sei, den EU-Rechtsrahmen anzupassen, um die Gasinfrastruktur zukunftssicher zu machen, und durch Stärkung und Ausweitung des EU-Emissionshandelssystems Nachfrageanreize für Wasserstoff und Biomethan zu schaffen.

„Wir unterstützen den Übergang zu einer ausschließlich auf erneuerbaren Energien beruhenden Energieversorgung“, bekräftigten die Auftraggeber der Studie. In einer Zeit beispielloser Herausforderungen im Gesundheitswesen und wirtschaftlichen Drucks müssten Klimaschutz und wirtschaftliche Erholung Hand in Hand gehen. Angesichts der aktuellen Corona-Krise sollten erforderliche Konjunkturpakete der EU und der Mitgliedstaaten auch als Chance für Europa betrachtet werden.

Dem Bündnis Gas for Climate gehören neben den deutschen Gastransportgesellschaften OGE und Ontras die Fernleitungsnetzbetreiber Energinet (Dänemark), Enagas (Spanien), Fluxys (Belgien), Gasunie (Niederlande), GRTgaz und Terega (Frankreich), Snam (Italien) und Swedegas (Schweden) sowie die europäische Biogasvereinigung EBA und der italienische Biogasverband CIB an. Das Konsortium hatte schon im letzten Jahr eine Studie zu einem voll integrierten erneuerbaren Energiesystem vorgelegt.

Die Studie Gas Decarbonisation Pathways 2020-2050   kann von der OGE-Internetseite heruntergeladen werden.

 
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Freitag, 24.04.2020, 15:37 Uhr