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Enerige & Management > Regenerative - Mit Kohle gegen Kohle-Politik protestiert
Bild: Fotolia.com, Jürgen Fälchle
REGENERATIVE:
Mit Kohle gegen Kohle-Politik protestiert
Mit der Westfalenwind GmbH aus Paderborn und der SL Naturenergie-Gruppe aus Gladbeck haben zwei Unternehmen aus der Windbranche Nordrhein-Westfalens Klage gegen ihre örtliche Industrie- und Handelskammer (IHK) eingereicht.
 
Die Öko-Unternehmer werfen der IHK mangelnde Neutralität in Energiefragen vor.
Streitpunkt ist das Positionspapier „Energiepolitische Positionen 2012“, das der NRW-Dachverband der IHK im vergangenen Herbst vorgestellt hatte. „Obgleich die Kammerorganisation zur Neutralität verpflichtet ist, sympathisiert das Papier unumwunden mit den fossilen Energien. Dagegen werden die erneuerbaren Energien ausschließlich in einem negativen Kontext darstellt“, begrüßt Jan Dobertin, Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW, die Klagen. Zuvor habe der LEE NRW mit Gesprächen versucht, dass die IHK NRW das Positionspapier zurückzieht.

„Mehrere Firmen aus unserem Umfeld haben deshalb die Beitragszahlungen an die IHK Ostwestfalen eingestellt, um gegen die kohlefreundliche Positionierung zu protestieren“, betonte Johannes Lackmann, Geschäftsführer der Westfalenwind GmbH, „es kann nicht sein, dass wir gezwungen werden, Mitgliedsbeiträge an die IHK zu entrichten, während die Kammern aktiv gegen uns Politik machen.“ Der frühere Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie beließ es nicht nur bei Worten und der Klage. Mitte September ließ er symbolträchtig mehrere Fuhren Eierkohle im Foyer der IHK-Verwaltung in Bielefeld abladen. „Wenn die IHK von uns
Kohle will, kann sie welche haben. Die IHK soll sehen, wie schmutzig Kohle wirklich ist“, kommentierte Lackmann die Protestaktion.

Auch außerhalb von Nordrhein-Westfalen gibt es nach Informationen von LEE-NRW-Geschäftsführer Dobertin zunehmend Proteste gegen die IHK. Grund dafür sind jüngste Äußerungen führender Mitglieder des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. So hat dessen Präsident Eric Schweitzer den Ausstieg aus der
Wind- und die sofortige Einstellung der Solarförderung gefordert. Dobertin: „Damit stößt er die in den örtlichen IHK organisierten Unternehmen aus der regenerativen Branche vor den Kopf.“

 
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Montag, 16.09.2013, 09:09 Uhr