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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Nachthimmel wieder erdunkeln lassen
Bild: psdesign1 / Fotolia
WINDKRAFT ONSHORE:
Nachthimmel wieder erdunkeln lassen
Mit einem eigenen Tochterunternehmen will der Landesverband Erneuerbare Energien NRW die Einführung der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung für Windturbinen unterstützen und forcieren.
 
Neue Wege, um mehr Akzeptanz für die Windenergie zu schaffen, geht der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW). Mit einem eigenen Tochterunternehmen will der Verband den Ausbau der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung für Windturbinen zwischen Rhein und Weser voranbringen. „Wir wollen so das nächtliche Dauerblinken von den auf Windenergieanlagen installierten Gefahrfeuerleuchten, das vielerorts von Anwohnern als störend empfunden wird, schnell auf ein Minimum zurückfahren“, betonte Geschäftsführer Christian Mildenberger gegenüber E&M.

Bei der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung leuchten die Gefahrfeuer der Anlagen nachts nur noch dann, wenn sich wirklich ein Flugzeug, ein Hubschrauber oder ein Heißluftballon dem Windpark nähert. Dass der Nachthimmel ansonsten dunkel bleibt, ermöglicht unter anderem die vom Bundesverkehrsministerium vor wenigen Wochen zugelassene Transpondertechnik, auf die auch der LEE NRW setzt. „Mit unserem Tochterunternehmen wollen wir die notwendige Signaleinheit bei einem Hersteller in größerer Stückzahl einkaufen, um sie interessierten Windkraftbetreiber für eine Servicegebühr zur Verfügung zu stellen“, erklärt Mildenberger das Konzept des LEE NRW.

Der Vorteil dieses „zentralen Einkaufs“ lägen nicht nur in den niedrigeren Anschaffungskosten: „Durch eine koordinierte Absprache unter den Windparks können wir die Zahl der benötigten Systeme deutlich reduzieren, da ein Masterempfangsgerät einen Radius von rund sechs Kilometern abgedeckt“, erklärt Klaus Schulze Langenhorst, Mitglied im LEE NRW-Vorstand, „dadurch lässt sich bei der Installation der neuen Technik viel Zeit sparen.“

Landesweit reichten nach seinen Berechnungen rund 200 Empfangssysteme aus, um die rund 2.500 Windturbinen, die auf die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung umgerüstet werden müssen, miteinander zu vernetzen. Angesichts dieser eher überschaubarer Zahl hofft er, den Rollout der neuen Systeme für die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung bis Mitte nächsten Jahres „fristgerecht“ abgeschlossen zu haben.

Die Bundesnetzagentur hat den betroffenen Windmüllern eine Frist bis zum 30. Juni 2021 für den Einbau der Nachtkennzeichnungssysteme gesetzt. Anderenfalls, so die aktuellen Vorgaben, würden die Betreiber den Anspruch auf die gesetzliche Einspeisevergütung verlieren. Ob bis dahin wirklich bei allen 17.000 Windturbinen, die bundesweit von der Umrüstpflicht betroffen ist, das nächtliche Dauerblinken eingestellt sein wird, daran gibt es in der Windbranche durchaus Zweifel.

„Wichtig ist aber, dass wir mit einer abgestimmten und flächendeckenden Umsetzung der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung für Windturbinen alles daran setzen, mehr Akzeptanz in der Bevölkerung zu gewinnen“, so LEE NRW-Geschäftsführer Mildenberger, „die Technik, um das Dauerblinken zu unterbinden, ist vorhanden. Es liegt auch an der Windbranche, gemeinsam an einem Strang für deren schnelle Umsetzung zu ziehen.“

 
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Dienstag, 26.05.2020, 14:03 Uhr