• Geringe Schwankungen an allen Börsen
  • UBA feiert CO2-Bilanz für 2020 als "großen Schritt im Klimaschutz"
  • Getec-Tochter Gewi mit neuem Geschäftsführer
  • Solaranlagen auf Neubauten sind in Berlin ab 2023 Pflicht
  • Führungsduo für Energy Market Solutions
  • Klimaverhandlungen treten auf der Stelle
  • Gasmotorenkraftwerk bringt Pforzheim den Kohleausstieg
  • BDEW fordert Klimaschutzministerium
  • MAN Energy Solutions wird Mehrheitseigner von H-Tec Systems
  • Husum Wind findet als Präsenzmesse statt
Enerige & Management > Stromnetz - Netz-Sorgen beim Kamingespräch
Bild: Fotolia.com, Gina Sanders
STROMNETZ:
Netz-Sorgen beim Kamingespräch
Energiemarkt-Dienstleister sehen durch den grundlegenden Umbau der Energieversorgung die Stabilität des Stromnetzes zunehmend gefährdet.
 
Zwar habe die Sensibilität für die Gefahr eines flächendeckenden Blackouts zugenommen, doch seien die mangelhaften Kenntnisse der Gesetze der Physik auf Seiten der Politik eine Gefahr für die Stabilität der Stromversorgung in Deutschland; zu diesem Fazit kamen die Teilnehmer des 1. Edna-Kamingesprächs, das im Vorfeld des Fachtreffens des Verbandes beim IT-Anbieter regiocom in Magdeburg stattfand.
 
Die Gefährdung durch den grundlegenden Umbau der Energieversorgung im Rahmen der Energiewende sei groß: „Zwischen Januar und September dieses Jahres herrschte im ostdeutschen Übertragungsnetz an insgesamt 165 Tagen der Ausnahmezustand. Damit ist die Ausnahme zur Regel geworden und das ist nicht witzig“, stellte Johannes Kempmann, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Magdeburg, fest. Für ihn ist deswegen ein Blackout keine theoretische Frage mehr: „Damit müssen wir uns täglich auseinandersetzen“. Dazu komme das Risiko, dass die Energienetze durch Cyber-Attacken krimineller Hacker oder Terroristen ausfallen könnten.
 
Thomas Petermann, der ehemalige stellvertretende Leiter des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), unterstützte die Aussage von Kempmann: „Das Tempo des Paradigmenwechsels ist viel zu hoch. Das deutsche Verbundnetz ist für die aktuelle Entwicklung bei den regenerativen Energien gar nicht ausgelegt. Dazu kommen zahlreiche weitere mögliche Ursachen für einen Blackout, vom menschlichen Versagen über Naturkatastrophen bis hin zu terroristischen oder Hacker-Angriffen“. Er plädiert deswegen dafür, im Rahmen öffentlich-privater Sicherheitspartnerschaften vor allem auch die Bevölkerung weitaus stärker für die Gefahren eines Blackouts zu sensibilisieren.
 
Einig waren sich Teilnehmer und Publikum auch in der Kritik, dass das Thema Netz- und IT-Sicherheit in der gegenwärtigen Anreizregulierung nicht berücksichtigt wird. Denn viele Maßnahmen können nicht kurzfristig betriebswirtschaftlich bewertet werden. So hatten die Stadtwerke Magdeburg nach einem regionalen Blackout, der 2007 durch die Folgen des Orans Kyrill ausgelöst wurde, als eines der ersten Stadtwerke in Deutschlands ein System für den digitalen Betriebsfunk eingeführt, um bei Ausfall anderer Kommunikationswege handlungsfähig zu bleiben. „Ich wurde damals in der Geschäftsführung gefragt, ob sich das rechnet. Meine Antwort war, dass das erst einmal nur kostet. Aber wenn man das System tatsächlich einmal braucht, wird es sich als ausgesprochen nützlich erweisen. Inzwischen wird diese Entscheidung jedoch nicht mehr in Frage gestellt“, schilderte Kempmann.

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 2.98
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Montag, 25.11.2013, 15:40 Uhr