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Enerige & Management > Schweiz - Neue Power-to-Heat-Anlage in der Schweiz
Bild: Fotolia.com, daboost
SCHWEIZ:
Neue Power-to-Heat-Anlage in der Schweiz
Das Energieunternehmen Alpiq hat in Niedergösgen ihre erste Power-to-Heat-Anlage in der Schweiz in Betrieb genommen.
 
Mit der Anlage will die Schweizer Alpiq unter anderem auf dem Strommarkt negative Regelleistung anbieten, teilte der Energiekonzern am 19. April mit. Alternativ kann damit Prozessdampf für industrielle Zwecke erzeugt werden. Die Power-to-Heat-Anlage (P2H) in Niedergösgen im Kanton Solothurn erzeugt mit zwei Elektrodenheizkessel mit je 11 MW elektrischer Leistung Prozessdampf. Die Anlage steht auf dem Gelände des Wasserkraftwerks Gösgen und ist seit Mitte April 2017 in Betrieb. Der Standort ist nach Auskunft von Alpiq wegen der Nähe der Dampfleitung zwischen dem Kernkraftwerk Gösgen und der Papierfabrik Model AG sowie der Nähe zu Wasserkraftwerk und Stromnetzinfrastruktur optimal im Hinblick auf eine flexible Nutzung der P2H-Anlage.

Neben der Vermarktung im Regelenergiemarkt besteht die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit der Papierfabrik Model AG. Die Papierfabrik bezieht den von ihr benötigten Prozessdampf aus dem Kernkraftwerk Gösgen (KKG). Diese Dampflieferung bleibt zwar bestehen, so der Schweizer Konzern. Während der jährlichen Revision des KKG könne jedoch die neue Power-to-Heat-Anlage den Dampf liefern. Die Baukosten der P2H-Anlage betrugen umgerechnet rund 5,61 Mio. Euro (6 Mio. Schweizer Franken).
 
Die Dampferzeugung erfolgt im Kesselhaus durch zwei Elektrodenboiler mit je 11 MW Leistung
Bild: Alpiq

Zuvor hatte der Konzern im März 2017 angekündigt, sich grundlegend neu zu strukturieren. Alpiq wird sich künftig in den drei Geschäftsbereichen "Digital & Commerce", "Industrial Engineering" und "Building Technology & Design" nach industrieller Logik engagieren, erklärt das Unternehmen. Einem reinen Stromproduzenten wie Alpiq ohne eigenes Verteilnetz und ohne Zugang zu Endkunden sei ein wirtschaftlicher Betrieb in der Stromerzeugung mittels Wasser- und Kernkraft in der aktuellen Situation nicht möglich. 2015 etwa sank der Umsatz der Alpiq-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr von 8,058 auf 6,715 Mrd. Franken. 2016 war nur noch ein Umsatz von 6,08 Mrd. Franken zu verzeichnen. Zudem gab es für Aktionäre für 2016 erneut keine Dividende.

 
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Mittwoch, 19.04.2017, 15:55 Uhr