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Enerige & Management > Windkraft Offshore - Neues Ausbauziel auf See rückt näher
Bild: vadim petrakov / Fotolia
WINDKRAFT OFFSHORE:
Neues Ausbauziel auf See rückt näher
Küstenländer, Übertragungsnetzbetreiber, Bundesnetzagentur und das Bundesamt für Seeschifffahrt sind sich einig geworden, wie sie 20.000 MW Leistung auf See bis 2030 schaffen wollen.
 
Die seit Wochen erwartete Einigung ist endlich perfekt: Zusammen mit der Bundesregierung und den drei Übertragungsnetzbetreibern 50Hertz, Amprion und Tennet haben sich die fünf norddeutschen Küstenländern darauf verständigt, die installierte Offshore-Windenergieleistung bis zum Jahr 2030 auf 20.000 Megawatt auszubauen. Dieses neue Ausbauziel sieht auch das im vergangenen Herbst vorgestellte Klimaschutzprogramm der schwarz-roten Bundesregierung vor.
 
Niedersachsens Energie- und Umweltminister Olaf Lies (SPD) begrüßte die Verständigung. „Für mich ist der zielstrebige und effiziente Ausbau der erneuerbaren Energien ein entscheidender Baustein, um die von der Bundesregierung gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen. Wir brauchen noch mehr Strom vom Meer“, betonte der SPD-Politiker in einer Pressemitteilung, „Dabei dürfen wir keine Zeit mehr verlieren.“
 
Im Einzelnen sieht das Agreement der fünf Küstenländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, der drei Übertragungsnetzbetreibern, der Bundesnetzagentur sowie dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Ausweisung neuer Flächen vor, die notwendig sind, das neue Ausbauziel zu erreichen. Das BSH wird deshalb den Flächenentwicklungsplan bis Ende dieses Jahres überarbeiten.
 
Diese Fortschreibung macht nur dann Sinn, so die weitere Verständigung, wenn die Bundesregierung die Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes noch vor der parlamentarischen Sommerpause verabschiedet wird. Erst dadurch wird das neue Ausbauziel legislativ festgeschrieben. Diese Grundlage brauchen das BSH und die Bundesnetzagentur für ihre weiteren Aktivitäten zum Ausbau der Windenergie auf See.
 
Die jüngste Verständigung der Küstenländer, 50Hertz, Amprion, Tennet, BSH und Bundesnetzagentur sieht auch den Einsatz der neuen 525 kV-Technologie für künftige Offshore-Windparks vor. „Die 525 kV-Technologie erlaubt es, über ein einzelnes Kabelsystem die doppelte Leistung im Vergleich zur bisher üblichen 320 kV-Technologie zu transportieren. Ohne den Einsatz dieser neuen Technologie sind die 20.000 Megawatt Offshore-Windenergie im Jahr 2030 nicht möglich“, heißt es in einer Pressemitteilung des niedersächsischen Energie- und Umweltministeriums. Erstmals zum Einsatz kommen sollen die neuen Kabelsysteme in der Nordsee ab dem Jahr 2029.
 
Zufrieden zeigte sich Andreas Wagner, Geschäftsführer der Stiftung Offshore-Windenergie, „über die Einigung von Bund und Ländern zur zeitnahen Umsetzung des 20.000-Megawatt-Ziels und zur Anpassung des WindSeeG (Windenergie-auf-See-Gesetz; d. Red.) im ersten Halbjahr 2020.“ Damit, so Wagner gegenüber E&M, „erhalten alle Akteure der Branche Planungs- und Investitionssicherheit“. Ausdrücklich begrüßte er auch das „klare Bekenntnis“ aller Verhandlungspartner „zur Realisierung eines neuen nationalen Testfeldes Offshore-Windenergie.“ Die Offshore-Stiftung ist derzeit im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums dabei, die Rahmenbedingungen für dieses neue Testfeld in der Ostsee vor Rostock-Warnemünde zu erarbeiten. Mit dem Start ist wohl im Jahr 2024 zu rechnen.

Noch offen ist, inwieweit die dann dort installierten Windturbinen auch zur Wasserstoffherstellung genutzt werden. Genau darauf setzt Niedersachsens Energieminister Lies beim weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie: „Nicht jede erzeugte Kilowattstunde Strom können und müssen wir direkt übertragen. Die Produktion von grünem Wasserstoff an der Küste und später auch auf dem Meer ist ein wesentlicher Baustein einer erfolgreichen Energiewende.“

 
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Montag, 11.05.2020, 11:13 Uhr