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Enerige & Management > Klimaschutz - "Neues EU-Klimaziel für 2030 ist erreichbar"
Bild: marcelheinzmann / Fotolia
KLIMASCHUTZ:
"Neues EU-Klimaziel für 2030 ist erreichbar"
In einer Studie für Agora Energiewende rechnet das Öko-Institut vor, wie die angestrebte EU-weite Minderung der Treibhausgasemissionen um 55 % möglich ist.
 
EU-Kommissionspräsident Ursula von der Leyen kann sich freuen: Das von ihr angestrebte Minus bei den Treibhausgasemissionen bis 2030 von derzeit 40 auf 55 % ist „technisch und wirtschaftlich“ möglich. Zu diesem Schluss kommt eine vom Öko-Institut für Agora Energiewende erstellte Studie. Auch wenn die Autoren explizit darauf verzichtet haben, sind die Ergebnisse des 72-seitigen Gutachtens ein klarer Appell an die Bundesregierung: Deutschland, das für die zweite Hälfte dieses Jahres die EU-Ratspräsidentschaft übernommen hat, solle die Vorarbeiten für das neue Klimaziel übernehmen.

Am besten, so die Forderung von Agora Energiewende, müsse das neue Klimaziel noch unter deutscher Ratspräsidentschaft bis Ende des Jahres beschlossen werden. Was ein wichtiges Signal für die auf das nächste Jahr verschobene UN-Klimakonferenz in Glasgow wäre (derzeit geplanter Termin: 1. bis 12. November 2021).

Ziel muss mit Maßnahmen unterlegt sein

„Damit diese Klimakonferenz erfolgreich werden kann, muss die Europäische Union eine deutliches erhöhtes Klimaziel vorliegen“, wird Agora-Direktor Patrick Graichen in einer Pressemitteilung zitiert, „dieses Ziel muss mit Maßnahmen unterlegt sein, mit denen es erreicht werden kann.“ Deshalb müssten die heutigen EU-Klimaschutzinstrumente, so Graichen, deutlich verschärft werden, damit die angestrebten Emissionsminderungen auch Wirklichkeit werden.

Diese Verschärfungen sehen teilweise wie folgt aus: Für die Emissionen von Industrie und Energiewirtschaft, die über den europäischen Emissionshandel geregelt werden, schlägt die Studie eine Treibhausgasminderung um 59 % bis 63 % gegenüber 2005 vor – das entspricht einer Verschärfung um immerhin 16 bis 20 Prozentpunkten.

Die Emissionen in den übrigen Bereichen – vor allem in den Sektoren Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft – sollten um 45 % bis 49 % gegenüber dem Basisjahr 2005 gesenkt werden – was 15 bis 19 Prozentpunkte mehr als bislang vorgesehen wären.

Um das vorgeschlagene 55-%-Reduktionsziel zu erreichen, braucht es laut Öko-Institut und Agora Energiewende einen Mix aus zusätzlichen Maßnahmen auf EU-Ebene, in den 27 Mitgliedstaaten sowie für alle Wirtschaftsbereiche. So sollen beispielsweise der Kohleausstieg EU-weit beschleunigt und die Standards für den CO2-Ausstoß von Pkw angehoben werden. Die Autoren der Studie plädieren außerdem für mehr Aufforstung und mehr Biolandbau.

Einige Länder sind auf einem guten Weg

„Wir sehen heute, dass Länder wie Finnland oder Schweden auf einem sehr guten Klimaschutzkurs sind“, urteilt Jakob Graichen, Co-Autor der Studie und Senior Researcher im Institutsbereich Energie & Klimaschutz, in einer Pressemitteilung aus dem Berliner Büro des Öko-Instituts.

„Andere Länder dagegen müssen einen größeren Klimaschutzbeitrag als bisher leisten. Dafür brauchen sie weiter Unterstützung, um ihre Volkswirtschaften auf Klimakurs zu bringen, auch hierfür schlägt unsere Studie Solidaritätsmechanismen vor.“ Insbesondere für die Mitgliedsländer in Ost- und Südosteuropa sind Erlöse eines noch neu zu schaffenden Marktes für nationale Emissionsberechtigungen vorgesehen, lautet einer dieser Vorschläge.

Die Studie „How to Raise Europe‘s Climate Ambitions for 2030   ” ist in englischer Sprache erschienen und steht zum Download auf der Seite des Öko-Instituts bereit.

 
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Montag, 24.08.2020, 15:03 Uhr