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Enerige & Management > Smart Meter - Nicht viel passiert beim Metering
Bild: Fotolia.com, unique3d
SMART METER:
Nicht viel passiert beim Metering
Die Entwicklung von Smart Metering und intelligenten Netzen ist 2013 nicht vorangekommen.
 
Januar
„Über die Verteilnetze, die 98 Prozent des Stromnetzes ausmachen, werden über 97 Prozent der erneuerbaren Energien eingespeist. Mit anderen Worten: ohne intelligente Netze keine Energiewende“, sagte Alf Henryk Wulf, der Präsident des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE), auf dem Smart-Grid-Kongress seines Verbandes Ende 2012.
 
Passiert ist trotzdem nicht viel in Richtung intelligenter Netze im Jahr 2013.
 
Seit im Januar die sechs E-Energy-Projekte in Berlin offiziell ihren Abschlusskongress hatten – im Prinzip funktioniert die intelligente Netzsteuerung, allerdings müsste der technische Aufwand für den Masseneinsatz reduziert werden – wartet die Energiebranche auf den konkreten gesetzlichen Rahmen sowie auf die für den Smart-Meter-Rollout wichtige Kosten-Nutzen-Analyse.
 
März
Mittlerweile gibt es die sicherheitstechnischen Überlegungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das so genannte Schutzprofil. Es beschreibt Anforderungen an Zähler und Gateways, an Schnittstellen und deren Funktionen sowie denkbare Angreifer-Szenarien. Der Entwurf des Schutzprofils geht zur EU nach Brüssel zur Notifizierung.
 
Voltaris schätzt, dass etwa ab 2015 erste Smart Meter auf dem Markt sein werden. Nach Entwicklung und Tests bei Energieversorgern, Geräteherstellern und Softwareanbietern könnte frühestens 2016 mit einem Einsatz der Messgeräte begonnen werden.
 
Juli
Die lange erwartete Kosten-Nutzen-Analyse für einen flächendeckenden Einbau von intelligenten Messsystemen ist erschienen. Erstellt hat sie das Beratungsunternehmen Ernst & Young im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Das Gutachten empfiehlt, Smart Meter nicht flächendeckend, sondern nur bei hohen Verbräuchen einzubauen, bei PV-Anlagen und dann, wenn die Relevanz des Kunden für das Stromnetz groß ist. Zudem müsse jeder Kunde seine Kostenbelastungen durch Stromeinsparungen und Lastverlagerungen senken können. Ähnliches gilt für die wirtschaftlichen Akteure im Strommarkt, auch für diese müssen die intelligenten Messsysteme wirtschaftlich attraktiv sein. Zudem soll sich die Versorgungssicherheit durch den Einsatz der Messgeräte erhöhen.
 
August
Für funktionale Anforderungen an zukünftige Zähler und Gateways sind jetzt erstmals Lastenhefte des VDE-Forums Netztechnik/Netzbetrieb veröffentlicht worden. Mit ihnen will man sicherstellen, dass Zähler und Gateways fehlerfrei funktionieren, reibungslos zusammenarbeiten und austauschbar sind.
 
Oktober
Die EU hat das Notifizierungsverfahren zum Entwurf der Messsystemverordnung abgeschlossen. Das Konzept kann jetzt in deutsches Recht umgesetzt werden.
 
Erwartet wird, dass die Verordnungen, mit denen der Einbau intelligenter Messsysteme geregelt wird, in der ersten Jahreshälfte 2014 auf den Weg durch Kabinett, Bundestag und Bundesrat gebracht werden. Eine Arbeitsgruppe, die das Bundeswirtschaftsministerium zum Thema Rollout intelligenter Zähler und Messsysteme eingerichtet hat, schätzt den Zeitraum für die Ausbringung der Messgeräte zwischen 2014 und 2022. Kosten wird der Einbau (ohne die Zähler selbst) insgesamt 10,4 Mrd. Euro. Für Kunden mit einem Verbrauch von mehr als 6 000 kWh/a rechnen die Fachleute mit Kosten von 72 Euro/a, bei Kunden mit weniger als 6 000 kWh mit 55 Euro/a.

 
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Montag, 23.12.2013, 11:00 Uhr