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Enerige & Management > Smart Meter - Noch kein Gateway zertifiziert
Bild: Fotolia.com, unique3d
SMART METER:
Noch kein Gateway zertifiziert
Die Bundesregierung begrüßt das Teststufenkonzept des VDE und hält einen Smart Meter Rollout unterschiedlicher Geschwindigkeiten für durchaus möglich.
 
In seiner Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zum Smart Meter Rollout lobt Uwe Beckmeyer die Anstrengungen des VDE sowie der gesamten Branche, die einen Start des Rollout mit der bestmöglichen Technologie gewährleisten sollen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium versichert bei dieser Gelegenheit auch, dass nützliche Rückmeldungen aus Pilotprojekten vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bei der Entwicklung und Pflege von Sicherheitsstandards berücksichtigt werden.

Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb (VDE/FNN) trifft in einer dreistufigen koordinierten Testphase Vorbereitungen zur Einführung intelligenter Messsysteme. Auf eine Laborphase folgte ein kleiner Feldtest. Den Abschluss bildet im Herbst dieses Jahres ein großer Feldtest mit mehreren tausend Messstellen.

Im Mai dieses Jahres hatte VDE/FNN erste Testergebnisse zur Interoperabilität bei intelligenten Messsystemen vorgelegt. Die Spezialisten des Verbands hatten in verschiedenen Kombinationen das Zusammenspiel von sogenannten Modernen Messeinrichtungen und Smart Meter Gateways mit unterschiedlichen Gateway-Administratoren untersucht. Eine Interoperabilität im Sinne von Plug-and-Play-Lösungen sei noch nicht gegeben und die Marktreife für einen branchenweiten Rollout dementsprechend noch nicht erreicht, so das Fazit der Verantwortlichen beim VDE. Über ein Jahr lang waren die insgesamt 2 222 Tests für 101 definierte Fälle gelaufen. Weniger als 5 % schlugen fehl, während 45 % der Tests absolut positiv verliefen.

„Da es sich um erste Tests von Vor-Serien-Produkten einer komplett neuen Technik handelt, wertet die Bundesregierung dies als positives Signal“, so Beckmeyer. Das BSI selbst prüfe die Smart Meter Gateways, entsprechend der Vorgaben beispielsweise von Schutzprofilen und Technischen Richtlinien. Nach Angaben des Staatssekretärs durchlaufen derzeit acht Gateway-Hersteller den Zertifizierungsprozess beim BSI. Abgeschlossen sei noch keines dieser Verfahren.

Marktteilnehmer gehen davon aus, dass erst im ersten Quartal 2018 die gesetzlich vorgeschriebenen drei unabhängigen Gateway-Hersteller mit zertifizierten Produkten am Markt sein werden, so dass dann der offizielle Start des Smart Meter Rollout erfolgen kann.

Die Bundesregierung erwartet, dass die Unternehmen die zeitlichen Vorgaben für die Ausbringung der intelligenten Messsysteme einhalten. Demnach müssen grundzuständige Messstellenbetreiber innerhalb der ersten drei Jahre nach Beginn des Rollout zehn Prozent des Pflichteinbaus erledigt haben. Innerhalb dieses Zeitfensters sind laut Beckmeyer „angesichts der Vielzahl und Heterogenität der grundzuständigen Messstellenbetreiber unterschiedliche Geschwindigkeiten im Rolloutprozess denkbar“.

Sofern Änderungen in der energiewirtschaftlichen Gesetzeslandschaft, beispielsweise durch die Verabschiedung des Mieterstromgesetzes, neue Funktionalitäten und technische Anpassungen an Smart Meter Gateways erfordern, müssten diese in den entsprechenden Standards berücksichtigt werden. Ein Mieterstromgesetz, wie es die Bundesregierung vorgeschlagen habe, werde jedoch „nach aktueller Einschätzung keinen technischen Änderungsbedarf“ nach sich ziehen.

 
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Donnerstag, 29.06.2017, 16:44 Uhr