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Enerige & Management > Gasnetz - Nord Stream 2: Kritik an Stiftungsplänen
Bild: Dabarti CGI/Shutterstock
GASNETZ:
Nord Stream 2: Kritik an Stiftungsplänen
Mit einer Klimaschutzstiftung will die Regierung Mecklenburg-Vorpommerns den Bau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 vor drohenden US-Sanktionen schützen. Der Plan erhitzt die Gemüter.
 
(dpa) – Die Pläne des Landes Mecklenburg-Vorpommern, mit einer Stiftung den Bau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 zu fördern, treffen auf Widerstand von Umwelt- und Klimaschützern. Fridays for Future kündigte Protestaktionen an und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will nach eigenen Angaben auch juristisch gegen die Stiftungsgründung vorgehen.

Außenminister Heiko Maas (SPD) reagierte verhalten, was die Stiftungspläne angeht. „Es ist eine Entscheidung, die in Mecklenburg-Vorpommern getroffen worden ist. Es ist keine Entscheidung der Bundesregierung“, sagte der Parteikollege von Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig.

Vergangene Woche hatte der Schweriner Landtag den Weg frei gemacht für die Gründung einer landeseigenen Umweltstiftung. Die gemeinwohlorientierte Stiftung soll Projekte im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz fördern, aber auch gewerblich aktiv werden können. So ist geplant, durch die Stiftung Bauteile und Maschinen zu kaufen, die für die Fertigstellung der Gasleitung unerlässlich sind. Damit sollen angedrohte Sanktionen der USA gegen am Bau der Leitung beteiligte Firmen umgangen werden.

Die USA begründen ihren Widerstand gegen das Projekt und die angekündigten Sanktionen gegen beteiligte Firmen mit einer aus ihrer Sicht zu großen Abhängigkeit der europäischen Partner von russischem Gas. Pipeline-Befürworter werfen den USA hingegen vor, nur ihr Flüssiggas in Europa besser verkaufen zu wollen.

Maas stellte klar, dass er immer noch auf eine gütliche Einigung mit Washington hoffe. Die SPD-Nachwuchspolitikerin Lilly Blaudszun verteidigte auf Twitter die Fertigstellung der Gaspipeline: Sie sei zwar von Anfang an gegen das Projekt gewesen, unterstrich aber wie auch Schwesig die Bedeutung von Gas als Brückentechnologie für die Energiewende. Flexible Gaskraftwerke seien wichtig, um Schwankungen bei erneuerbaren Energien auszugleichen.

Fridays for Future kritisiert Erdgas hingegen als fossilen Energieträger, der „extrem klimaschädlich wirkt“. Den Bau der Gaspipeline ausgerechnet mit einer Klimaschutzstiftung vorantreiben zu wollen, klinge wie ein schlechter Scherz.

 
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