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Enerige & Management > Windkraft Offshore - Nordländer für Offshore-Förderung nach CfD-Modell
Bild: diak / Fotolia
WINDKRAFT OFFSHORE:
Nordländer für Offshore-Förderung nach CfD-Modell
In einem gemeinsamen Brief an das Bundeswirtschaftsministerium machen sich die norddeutschen Energieminister für Differenzverträge zur künftigen Förderung von Offshore-Windparks stark.
 
Die fünf norddeutschen Küstenländer drängen auf eine Änderung am vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf für das Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG). Die fünf Energieminister und -ministerinnen plädieren in einem gemeinsamen Schreiben für die Einführung des britischen Contract-for-Difference-Modells (CfD), um künftig Offshore-Windparks zu fördern.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte sich gegen das CfD-Regelwerk (hierzulande besser bekannt als Differenzverträge) ausgesprochen und präferiert eine sogenannte zweite Gebotskomponente für den Fall, dass mehrere Null-Cent-Gebote bei einer der nächsten Auktion eingereicht werden. Bei diesem sogenannten dynamischen Gebotsverfahren, so der Terminus aus dem Bundeswirtschaftsministerium, sollen diese Bieter „ihre Zahlungsbereitschaft zum Ausdruck zu bringen“, sprich Geld für den finalen Zuschlag bezahlen.

Diesen Ansatz halten die Nordländer für falsch: „Wir haben gemeinsam die Sorge, dass dadurch die Stromgestehungskosten und die Strompreise steigen, der Wettbewerb in den Ausschreibungen eingeschränkt wird, wegen größerer Finanzierungsrisiken vermehrt Realisierungsausfälle drohen und bei einem eingeschränktem Eintrittsrecht die Rechtsunsicherheit steigt“, heißt es in ihrem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Altmaier.

Dass sich Altmaier und seine Fachabteilung auf diesen vorgeschlagenen Systemwechsel im Ausschreibungsverfahren einlassen, erscheint fraglich. Ihr WindSeeG-Entwurf sieht zwei Bieterrunden mit dem dynamischen Gebotsverfahren vor, danach soll es eine „Evaluierung“ – sprich das Wirtschaftsministerium hält sich für den Systemwechsel ein Hintertürchen offen.

Damit gibt es auf jeden Fall genügend Gesprächsstoff für die anderthalbstündige Videokonferenz, zu der Energie-Staatssekretär Andreas Feicht die Offshore-Windbranche kurzfristig für den 23. Juni eingeladen hat.

Mehr Zeit haben die Offshore-Windindustrie und ihre Verbände aber noch, um für das von ihnen favorisierte CfD-Modell zu lobbyieren. Die Bundestagsanhörung für die WindSeeG-Novelle ist für den 9. September vorgesehen.
 

 
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Donnerstag, 18.06.2020, 16:58 Uhr