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Enerige & Management > Politik - Ökostrom-Einspeisung soll gekappt werden
Bild: Fotolia.com, oqopo
POLITIK:
Ökostrom-Einspeisung soll gekappt werden
Um die Kosten für den Ausbau der Stromnetze zu senken, will die Bundesregierung die zeitweise Reduktion der Einspeisung aus erneuerbaren Anlagen ermöglichen. Für den Erhalt des gemeinsamen Strommarkts zwischen Nord- und Süddeutschland sieht sie den Ausbau der Stromnetze als erforderlich an.
 
Das Bundeswirtschaftsministerium will die Stromnetze künftig nicht mehr bis zur letzten zu transportierenden Kilowattstunde ausbauen. Im Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums zum Grünbuch für die künftige Energiepolitik heißt es: „Werden geringfügige Netzengpässe zugelassen, das heißt Netzbelastungsspitzen durch Erzeugungsmanagement gekappt, kann dies zusätzlich zu der Ergreifung unterschiedlicher Netzoptimierungsmaßnahmen den erforderlichen Netzausbau reduzieren“. Deshalb solle es künftig zulässig sein, „bei der Netzplanung auf Verteiler- und Übertragungsnetzebene eine Spitzenkappung von maximal drei Prozent der von Windkraft- und Photovoltaikanlagen erzeugbaren Jahresenergie zu berücksichtigen“.

Dabei soll an einer „vollständigen Kompensation“ aller Anlagenbetreiber festgehalten werden. Bei der Netzausbauplanung des Übertragungsnetzes solle mindestens die in den Verteilnetzplanungen unterstellten Begrenzung von Einspeisespitzen zu Grunde gelegt werden. In einem nächsten Schritt will die Regierung das Konzept konkretisieren.

Gleichzeitig sieht der Entwurf des Grünbuchs der Bundesregierung vor, dass alle als vorrangig identifizierten und vom Gesetzgeber bestätigten Netzausbauvorhaben realisiert werden. Das heißt, dass die Bundesregierung nicht auf die von Bayern gestartete Diskussion eingehen will, die Notwendigkeit aller geplanten Hochspannungs-Gleichstromtrassen von Nord- und Ostdeutschland nach Bayern noch einmal grundsätzlich auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen.

Der Entwurf spricht sich dafür aus, die einheitliche Preiszone zwischen Nord- und Süddeutschland zu erhalten, obwohl Netzengpässe bestehen. Einheitliche Großhandelspreise in ganz Deutschland seien aber nur deswegen möglich, weil
regionale Netzengpässe als Übergangsproblem angesehen würden. „Netzengpässe lassen sich in begrenztem Umfang durch gezielte Eingriffe der Netzbetreiber (Redispatch) beheben, verursachen jedoch Kosten“, heißt es in dem Entwurf. Dieses Verfahren stoße aber bei sich verschärfenden Netzengpässen an Grenzen. Bei dauerhaften und strukturellen Netzengpässen sei eine einheitliche Preiszone nicht möglich. Deshalb sei der Netzausbau die Voraussetzung für den Erhalt des einheitlichen Marktgebietes.

 
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Mittwoch, 29.10.2014, 12:33 Uhr