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Enerige & Management > Windkraft - Offshore-Windpark Bard I endlich eingeweiht
Bild: Fotolia.com, zentilia
WINDKRAFT:
Offshore-Windpark Bard I endlich eingeweiht
Deutschlands bislang größter Hochseewindpark "Bard Offshore I" ist am 26. August offiziell eingeweiht worden.
 
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler ließ es sich in Wahlkampfzeiten nicht nehmen, den Startschuss für das 400-MW-Kraftwerk rund 100 km nordwestlich vor der Nordseeinsel Borkum zu geben.

Bei dieser Gelegenheit betonte der FDP-Politiker, dass entgegen mancher Befürchtungen die Offshore-Windenergie ein wesentlicher Eckpfeiler im energiepolitischen Konzept der Bundesregierung bleibe: „Es ist richtig, auch auf die Offshore-Windenergie in einem vernünftigen Mix der erneuerbaren Energien zu setzen.“

Mehr als dreieinhalb Jahre haben die Bauarbeiten für „Bard Offshore I“ gedauert. Im Frühjahr 2010 begannen die Arbeiten, um die ersten Fundamente auf dem Nordseeboden zu verankern. Nach den ursprünglichen Plänen sollte Deutschlands erster großer Windpark auf See bereits Ende 2010 errichtet sein. Zahlreiche Verzögerungen, Arbeitsunfälle, fehlendes Equipment und auch mangelnde Erfahrungen haben zu dem immensen Zeitverzug geführt.

Was sich auch bei den Kosten bemerkbar macht. Aus den ursprünglichen angedachten 1,5 Mrd. Euro sind nun mehr als 2,7 Mrd. Euro geworden. Eigentümer der 80 Riesenpropeller der 5-MW-Klasse, die die Bard-Gruppe in Eigenregie hat entwickeln und bauen lassen, ist nach wie vor die HypoVereinsbank, die mittlerweile Teil der italienischen UniCredit-Gruppe ist. Bei der Einweihungszermonie zeigte sich Lutz Diederichs, der dem Vorstand der HypoVereinsbank angehört, optimistisch, dass der Windparkverkauft werden kann. „Es gibt viele Investoren, die nachfragen.“ Wenn der Hochseewindpark die optimale Leistung bringe, sei auch der richtige Zeitpunkt für den Verkauf gekommen.

Noch läuft „Bard Offshore I“ nicht auf vollen Touren. Zwar gibt es im Gegensatz zum EWE-Projekt Borkum Riffgat, das Anfang August eingeweiht worden ist, einen Netzanschluss, noch speisen nicht alle Windturbinen ins Netz ein. „Derzeit sind 70 Anlagen am Netz, der Rest folgt in den kommenden Wochen“, sagte ein Unternehmenssprecher zu E&M Powernews. Diese wenigen Wochen wollte Wirtschaftsminister Rösler nicht abwarten, es ist halt Wahlkampf.

 
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Dienstag, 27.08.2013, 09:29 Uhr