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Enerige & Management > Photovoltaik - Partner bleiben sich beim Kurswechsel treu
Bild: Jonas Rosenberger
PHOTOVOLTAIK:
Partner bleiben sich beim Kurswechsel treu
Der Solartechnik-Spezialist Meyer Burger und das Forschungszentrum CSEM verlängern ihre Zusammenarbeit. Hintergrund ist auch ein Kurswechsel bei dem Schweizer Unternehmen.
 
Meyer Burger hat sich einen Namen gemacht als Hersteller von Produktionsanlagen für Solarmodule. Jetzt steht der Konzern vor einem grundlegenden Wandel: Es sollen keine Maschinen mehr vom Band laufen, sondern eigene Solarkomponenten.

Und das im großen Stil: Bereits im ersten Halbjahr 2021 soll Produktionsstart in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) und Freiberg (Sachsen) sein. Am Anfang wird die Produktion von Solarzellen und -modulen von jeweils 400 MW angestrebt, als Ausbauziel steht die Marke von 5.000 MW.

Auf dem neuen Weg setzt das Unternehmen mit Sitz in Thun im Kanton Berg aber auch auf Bewährtes: Die Partnerschaft mit dem Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM. Wie es in einer Konzernmitteilung heißt, wird die mehr als sieben Jahre dauernde Zusammenarbeit um weitere drei Jahre verlängert.
Schwerpunkt solll demnach die Umsetzung neuer photovoltaischer Technologien hin zur Massenproduktion sein. Ziel sei es, durchschnittliche Wirkungsgrade auf Modulebene von mehr als 24 % zu erreichen und dabei die Herstellungskosten zu reduzieren.

„Wir freuen uns sehr über die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit mit dem CSEM. Sie haben uns bei der Entwicklung unserer proprietären Heterojunction und Smart-Wire-Technologie maßgeblich unterstützt und einen wichtigen Beitrag zur weiteren Kommerzialisierung unserer Technologie geleistet“, erklärte dazu Gunter Erfurt, CEO der Meyer Burger Technology AG.

25,4 Prozent Wirkungsgrad als Meilenstein

Der kürzlich erreichte Meilenstein sei die Entwicklung eines Zellprozesses, der bemerkenswerte Wirkungsgrade erreiche. Das Fraunhofer ISE habe 25,4 % für Solarzellen auf industriellen Standard-Wafern zertifiziert, die am Meyer Burger Forschungszentrum in enger Zusammenarbeit mit dem CSEM hergestellt werden. Dies sei einer der höchsten Wirkungsgrade, der bisher für industrielle Wafer erreicht wurde.

Das Verfahren nutzt nach Angaben von Meyer Burger Kontakte auf der Rückseite, um zusätzliches Sonnenlicht in Elektrizität umzuwandeln und schaffe die Voraussetzung für die vereinfachte, kostengünstige Herstellung von kristallinen Silizium-Modulen mit ultrahohem Wirkungsgrad.

Für die Herstellung der Solarzellen und -module in Bitterfeld und Freiberg wollen die Schweizer in die Gebäude des ehemaligen Solarzellenherstellers Sovello und des früheren Solarworld-Konzerns einziehen. In Freiberg sollen die Zellen mit bestehenden Produktionsanlagen zu den hocheffizienten Smart-Wire-Modulen verarbeitet werden. Zur Zell-Fertigung in Bitterfeld will das Unternehmen, die neuesten eigenen Maschinen einsetzen, um Zellen mit Herterojunction-Technologie herzustellen.

„Mit Meyer Burger gibt es dann wieder einen Anbieter von technologisch führenden Solarzellen ‚Made in Europe‘. Fast alle in Europa gefertigten Solarmodule enthalten heutzutage Zellen, die aus Asien kommen“, hatte Gunter Erfurt im Sommer erklärt, als das Unternehmen seine Deutschland-Pläne vorstellte.

 
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Freitag, 23.10.2020, 12:37 Uhr