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Enerige & Management > Stromnetz - Planfeststellungsverfahren für Seekabel-Anbindung beginnt
Quelle: Tennet
STROMNETZ:
Planfeststellungsverfahren für Seekabel-Anbindung beginnt
Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat die Unterlagen für die landseitigen Abschnitte der Offshoreanbindungen Dolwin 4 und Borwin 4 abgegeben.
 
Das Planfeststellungsverfahren für zwei Genehmigungsabschnitte der Offshore-Anbindungen Dolwin 4 und Borwin 4 an Land hat begonnen. Amprion habe die Antragsunterlagen für die Landabschnitte Nord und Süd eingereicht, teilt der Übertragungsnetzbetreiber mit.

Die Kabelverbindung der beiden Konverterstationen in der Nordsee ins Landesinnere ist in fünf Abschnitte unterteilt (siehe Karte). Das nun eingeleitete Planfeststellungsverfahren umfasst dabei den Teil von der Küste südöstlich der Insel Norderney nach Emden, den „Landabschnitt Nord“, und den „Landabschnitt Süd“ von Lingen zum Knotenpunkt Hanekenfähr beim Atomkraftwerk Emsland.

Für die „Parallelführung A-Nord“, bei dem die Kabel von Dolwin 4 und Borwin 4 parallel zu dem Gleichstromkabel namens A-Nord verlaufen, stehe der „Verfahrensbeginn unmittelbar bevor“, hieß es weiter. A-Nord verläuft weiter bis Meerbusch-Osterath in der Nähe von Düsseldorf. 
 
Die fünf Genehmigungsabschnitte der Anbindungen Dolwin 4 und Borwin 4
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Quelle: Amprion

Mit dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens wird nun die Öffentlichkeit eingebunden. Zuständig ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Dazu liegen die Antragsunterlagen bis Ende April in den jeweiligen Rathäusern zur Einsicht aus. Bürger und Institutionen können zu den Planungen Stellung nehmen.

Die weitestgehend parallel verlaufenden Offshorekabel Dolwin 4 und Borwin 4 gehören zu den größten Energiewende-Projekten in Deutschland. Sie sollen Strom aus künftigen Meereswindparks in der Nordsee zum ehemaligen Kernkraftwerkstandort Emsland in der Stadt Lingen transportieren. Die Kabel haben eine Kapazität von 1.800 MW.

2024 will Amprion mit den Bauarbeiten anfangen. „Wir wollen die Leitungen bereits 2028 in Betrieb nehmen und rechnen mit einer Gesamtbauzeit von etwa zwei bis drei Jahren“, erklärt Gesamtprojektleiter Eric Zieschang. „Die beiden Netzanbindungssysteme werden über die gesamte Strecke parallel verlaufen. So können wir die Umsetzung beschleunigen und gleichzeitig den Eingriff minimieren.“

Bei den seeseitigen Abschnitten laufen die beiden Planfeststellungsverfahren seit Februar 2022 innerhalb der 12-Seemeilen-Grenze im Küstenmeer (ebenfalls Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr) und seit Kurzem in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) auf hoher See (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, wir berichteten).
 

Stefan Sagmeister
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Donnerstag, 09.03.2023, 17:34 Uhr

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