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Enerige & Management > Stromspeicher - Preise für Heimspeicher immer noch zu hoch
Bild: Fotolia, Thomas Jansa
STROMSPEICHER:
Preise für Heimspeicher immer noch zu hoch
Obwohl die Preise für Heimspeicher deutlich sinken, sind sie für ein Viertel der deutschen Photovoltaikinstallateure noch nicht niedrig genug. Dies zeigt eine Studie von EUPD Research.
 
Im Rahmen des "Global PV InstallerMonitor" befragen Analysten des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmens EUPD Research jährlich Installateure von Photovoltaikanlagen zu ihrer Wahrnehmung des Marktes. Die Ergebnisse der Umfrage sollen einen exklusiven Einblick in die neusten Entwicklungen im Aufdach-PV-Markt geben, heißt es seitens EUPD Research. Nach Auswertung der Erhebung wissen die Analysten mit Blick auf den deutschen Markt sowohl Positives als auch Negatives zu berichten.

Positives im Heimspeichermarkt

Laut der aktuell vorgelegten Auswertung wurden im vergangenen Jahr 106.000 Photovoltaik-Heimspeicher in Deutschland installiert. Für dieses Jahr gehen die Marktforscher von 150.000 aus, was einem Zuwachs von 42 % entspricht. Befeuert werde dieses Marktwachstum etwa von der Entwicklung des PV-Marktes, dem wachsenden Interesse an Elektromobilität und auch den steigenden Strompreisen. 

Drei Viertel der in Deutschland befragten 250 Installationsunternehmen boten laut der Analysten im vergangenen Jahr Heimspeicher an. 
 
Grafik zum durchschnittlichen Nettospeicherpreis in Deutschland
Quelle: EUPD Research

Zudem folgt der Preis für Speicherlösungen laut den jährlich erhobenen Zahlen einem deutlichen Abwärtstrend: So kostete 2017 eine kWh Speicherkapazität laut EUPD Research noch 889 Euro netto, 2020 waren es 699 Euro netto. 

Negatives im Heimspeichermarkt

Dieser Preisabfall von 21,4 % in vier Jahren scheint allerdings noch nicht genug zu sein: So geben ein Viertel der befragten Installateure den zu hohen Preis als Hauptgrund dafür an, keine Heimspeicher im Portfolio zu haben − und dies im vierten Jahr in Folge. Als weitere Gründe nennen sie die fehlende Nachfrage nach Energiespeichern und mangelndes Fachwissen beziehungsweise den zu hohen Schulungsaufwand im Bereich Heimspeicher. 

Projektleiterin Hanna Schmole sieht im zu stillenden Beratungsbedarf unter den Installateuren eine Lösung. Mit entsprechender Beratung und Schulungsprogrammen könnten engagierte Hersteller von Heimspeichern die vorherrschenden Ablehnungsgründe schnell entkräften.
 
Den "Global PV InstallerMonitor 2020/2021"   stellt das Unternehmen EUPD Research auf seiner Internetseite zum Download bereit. Auch die Umfrageergebnisse aus anderen Ländern sind darin aufgeführt. Insgesamt wurden rund 1.100 PV-Installateure befragt − aus Australien, Österreich, der Schweiz, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien. 
 

Davina Spohn
Redakteurin
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Dienstag, 01.06.2021, 14:49 Uhr

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