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Prima Klima für Köln
Die Kölner Rheinenergie AG hat ein ambitioniertes lokales Klimaschutzprogramm aufgelegt, das den CO2-Ausstoß in der Domstadt bis 2012 um 150 000 t verringern soll.
 
Das im Herbst 2007 von der Unternehmensführung verabschiedete Programm "Energie & Klima 2020" baut auf drei wesentliche Instrumente: Die Erweiterung der Fernwärmeversorgung in der Stadt, den Ausbau und die stärkere Nutzung der regenerativen Energieerzeugung sowie die Steigerung der Energieeffizienz im Unternehmen und bei Kunden der Rheinenergie. Bis 2012 stellt der Kölner Energieversorger 25 Mio. Euro für den Klimaschutz bereit und baut darauf, dass damit etwa 100 Mio. Euro Investitionen ausgelöst werden.

Mit dem Geld soll zum einen die Fernwärmeversorgung der Stadt um jährlich 10 MW Anschlussleistung erweitert werden. Bislang werden in Köln etwa 10 % der in der Stadt benötigten Wärmeenergie durch Nah- und Fernwärme gedeckt. In der Innenstadt erreicht die Fernwärme bei der Heizenergie einen Marktanteil von 53 %. Die Vorbereitungen für den Fernwärmeausbau sind angelaufen, doch sie gestalten sich trotz zusätzlicher Fördergelder "von der Kalkulation her schwieriger als erwartet", wie ein Unternehmenssprecher berichtet.

Beim Ausbau der erneuerbaren Energien setzt Rheinenergie vor allem auf Biogas. Bis zum Jahr 2010 will das Unternehmen Bioenergieanlagen mit 5 MW Stromerzeugungsleistung selbst betreiben. Anfang 2009 soll die erste 1 MW-Anlage im Kölner Norden ans Netz gehen. Das dort aus Mais erzeugte Biogas wird vor Ort direkt in einem Blockheizkraftwerk zu Strom und Wärme verarbeitet. Zwei weitere Biogasanlagen sind in der Planung.

Darüber hinaus will der Kölner Versorger auch verstärkt Bioerdgas über das Erdgasnetz anbieten. Beschaffungsverträge wurden bereits mit Eon Ruhrgas und einem weiteren Lieferanten abgeschlossen. "Hohes Interesse" im Bereich der Erneuerbaren äußerte das Unternehmen außerdem an Investments in Off-Shore-Wind- und Wasserkraftanlagen.

Die Energieeffizienz ist die dritte Säule des Kölner Klimaschutzprogramms. Ein wichtiges Instrument dabei wird der Ausbau von Contractinglösungen für Industrie, Gewerbe, kommunale Liegenschaften und die Immobilienwirtschaft sein. Wo es möglich ist, sollen auch Solarthermie und Geothermie eingebunden werden. Eine wichtige Rolle spielt die Energieeffizienzberatung sowohl für Industrie- und Gewerbekunden als auch für Privathaushalte. Die Nachfrage dafür sei zuletzt "immens gestiegen", so der Sprecher.

Ergänzend zum Klimaschutzprogramm unterstützt die Rheinenergie den Energieinnovationsfonds des Klimakreises Köln, an dem verschiedene Organisationen und Institutionen aus der Stadt mitwirken. Das Unternehmen stellt dem Fonds fünf Jahre lang jährlich 1 Mio. Euro zur Verfügung stellt. Mit dem Geld sollen klimaschonende und energiesparende Projekte unterstützt und auf den Weg gebracht werden.

 
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Dienstag, 01.04.2008, 14:55 Uhr