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Enerige & Management > Unternehmen - Prokon-Gründer unter Druck
Bild: Fotolia.com, Rynio Productions
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Prokon-Gründer unter Druck
Auf Carsten Rodbertus, den Unternehmensgründer von Prokon, könnten Forderungen in Millionenhöhe zukommen. Zudem teilte der Insolvenzverwalter mit, einen Insolvenzplan vorstellen zu wollen. Währenddessen geht der Bau an zwei Projekten weiter.
 
Derzeit prüft Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin Schadenersatzansprüche gegen Rodbertus. Dessen Geschäftsführung habe bei den Gläubigern bisher Schäden von mehr als einer halben Milliarde Euro verursacht, teilte Penzlin am 6. Juni in Hamburg mit. Penzlin: "In diesem Zusammenhang lasse ich Schadenersatzansprüche gegen ihn prüfen, schwerpunktmäßig wegen unzureichend besicherter Darlehensvergaben, aber beispielsweise auch wegen des Erwerbs einer Cessna auf Firmenkosten für das von ihm privat betriebene Fallschirmspringen."

Zudem prüft die Staatsanwaltschaft Lübeck ein Ermittlungsverfahren. "Das Vorermittlungsverfahren gegen Prokon läuft noch. Ob ein Ermittlungsverfahren gegen das Unternehmen oder seinen Geschäftsführer Rodbertus eröffnet wird, ist noch nicht entschieden", sagte die für Wirtschaftsstrafsachen zuständige Sprecherin der Staatsanwaltschaft Lübeck, Wenke Haker-Alm der Deutschen Presseagentur (dpa).

Das Amtsgericht Itzehoe hatte am 1. Mai das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Prokon Regenerative Energien GmbH eröffnet, weil das Unternehmen überschuldet und zahlungsunfähig ist. Für rund 75 000 Anleger, die Prokon mit 1,4 Mrd. Euro über Genussscheine finanziert haben, bedeutet das laut Agenturmeldungen den Verlust von 30 bis 60 % ihrer Einlagen.

Erste Gläubigerversammlung Ende Juli

Für den 22. Juli ist die erste Gläubigerversammlung einberufen. Dort will Penzlin einen Insolvenzplan vorstellen. Nach Auskunft Penzlins ist unter anderem vorgesehen, dass die bis jetzt noch vom Unternehmensgründer gehaltenen Anteile an Prokon "zu einem erheblichen Teil an die Genussrechtsinhaber übertragen werden". Begleitend werde der Einstieg eines Investors geprüft.

Die Sanierung nehme weiter greifbare Formen an, sagte Penzlin. Rund 300 Arbeitsplätze können nach seiner Auskunft bei dem Windkraftfinanzierer erhalten bleiben. Etwa 80 Beschäftigte hätten von sich aus gekündigt, bei weiteren 20 laufen bis Ende des Jahres die Verträge aus. Außerdem hätten 71 Mitarbeiter das Angebot erhalten, in eine Transfergesellschaft zu wechseln.

Windparkprojekte in Sachsen-Anhalt und Polen werden errichtet

Zudem teilte Penzlin mit, dass Prokon in der Insolvenz zwei kleinere Windparkprojekte in Sachsen-Anhalt und Polen planmäßig errichten wird. Im Windpark Ferchland III in Sachsen-Anhalt werden voraussichtlich bis Ende Juni drei 2 MW Anlagen des Herstellers Vestas in Betrieb genommen. Ferchland III ergänzt damit nach Auskunft des Insolvenzverwalters die bestehenden Windparks Ferchland I und II, die nach der Errichtung über eine installierte Leistung von etwa 18 MW verfügen. Darüber hinaus wird die Tochtergesellschaft von Prokon im Herbst dieses Jahres den Windpark Brudzewice mit vier Vestas-Turbinen mit 2 MW Einzelleistung in Betrieb nehmen.

 
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Freitag, 06.06.2014, 15:57 Uhr