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Enerige & Management > Unternehmen - Prokon soll saniert werden
Bild: Fotolia.com, DeVIce
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Prokon soll saniert werden
Die insolvente Prokon Regenerative Energien GmbH soll fortgeführt und nicht zerschlagen werden. Darauf einigten sich drei große Gläubigergruppen und der Insolvenzverwalter Dr. Dietmar Penzlin.
 
Demnach sei es nicht beabsichtig, den insolventen Windkraftanlagen-Finanzierer zu zerschlagen und das Windparkportfolio in Deutschland und Polen zu verkaufen. Das teilte der Insolvenzverwalter anlässlich einer Gläubigerbesprechung am 3. Juli mit.

An der Versammlung hatten „Die Freunde von Prokon e.V.“ (FvP), die SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (Sd"), die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW) und der Insolvenzverwalter Penzlin teilgenommen.

Die Beteiligten hätten sich darauf verständigt, dass es zum Vorteil der Gläubiger sei, Prokon zu sanieren. Konsens ist, dass das rechtliche Konzept des Insolvenzplans folgende Eckpunkte vorsieht:
  • Eine Eigenkapitalkomponente für Anleger, die ihre Genussrechte in Eigenkapital wandeln und so Gesellschafter der Prokon werden wollen,
  • die Umwandlung eines Teils der Genussrechte in eine handelbare Anleihe, um denjenigen Genussrechtsinhabern, die nicht weiter investiert bleiben wollen, eine Möglichkeit zum Ausstieg zu bieten sowie
  • eine Barzahlung (Quotenzahlung) aus den Verkaufserlösen der Unternehmensteile und Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft von Prokon gehören; es soll für interessierte Gläubiger die Möglichkeit bestehen, auch die Barkomponente als weiteren Teil ihrer Beteiligung im Unternehmen zu belassen.
Am 22. Juli wird die Gläubigerversammlung vorgeschlagen, den Insolvenzverwalter mit der Erstellung eines Insolvenzplans zu beauftragen. Am 1. Mai hatte das Amtsgericht Itzehoe das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Prokon wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet.

Über 75 000 Anleger sind betroffen. Das Unternehmen hat fällige Verbindlichkeiten in Höhe von etwa 391 Mio. Euro, denen lediglich rund 19 Mio. Euro an liquiden Mitteln gegenüberstehen. Als fällig hat das Insolvenzgericht insbesondere Rückzahlungsansprüche aus gekündigten Genussrechten in bisher ermittelter Höhe von etwa 368 Mio. Euro bewertet.

 
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Donnerstag, 03.07.2014, 16:17 Uhr