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Enerige & Management > Unternehmen - Rodbertus muss Prokon verlassen
Bild: Fotolia.com, DeVIce
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Rodbertus muss Prokon verlassen
Der vorläufige Insolvenzverwalter der Prokon Regenerative Energie GmbH hat die bisherigen Geschäftsführer Carsten Rodbertus und Rüdiger Gronau am 1. April freigestellt.
 
„Die Tätigkeiten von Herrn Rodbertus und Herrn Gronau für die Genossenschaft sowie ihre jüngsten Äußerungen über Prokon haben leider keinen Raum mehr für eine konstruktive Zusammenarbeit gelassen“, begründete der Hamburger Rechtsanwalt Dietmar Penzlin seine Entscheidung. Firmengründer Rodbertus wird demnach auch in sämtlichen Tochtergesellschaften der Prokon Regenerative Energien als Geschäftsführer abberufen. In einer Mitteilung an die Mitarbeiter bedauerte Penzlin diesen Schritt, er sei aber erforderlich, „um wieder die für die Sanierung erforderliche Ruhe ins Unternehmen zu bringen“. Rodbertus hatte kürzlich die Gründung einer Genossenschaft auf den Weg gebracht mit dem Ziel, Geschäftsbereiche wie zum Beispiel den Vertrieb dort weiterführen zu können. Gronau hatte dem „Weser-Kurier“ (Ausgabe vom 29. März) gesagt, dass mindestens 150 Prokon-Mitarbeiter mit einer Entlassung rechnen müssten.

Das Amtsgericht Itzehoe hatte am 26. März festgelegt, dass die beiden Prokon-Geschäftsführer nur noch mit Zustimmung des Insolvenzverwalters agieren dürfen. Die Anordnung diene „zur Sicherung der künftigen Insolvenzmasse und zur Aufklärung des Sachverhaltes“, teilte das Gericht mit. Prokon hatte am 22. Januar beim Amtsgericht Itzehoe einen vorläufigen Insolvenzantrag gestellt.

Mit der Entscheidung der Richter, ob ein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet wird, rechnet Penzlin Anfang Mai. „Es spricht derzeit mehr für eine Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Mai als dagegen“, sagte der Anwalt am 27. März. Penzlin versicherte erneut, dass die Kernbereiche Projektierung und Betrieb von Windkraftanlagen auch im Fall einer Insolvenz gesichert seien. „Die Perspektiven im Vertrieb sind schwierig und zumindest ein Teil der dortigen Arbeitsplätze wird nicht erhalten werden können“, ergänzte der vorläufige Insolvenzverwalter.

 
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Dienstag, 01.04.2014, 14:19 Uhr