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Enerige & Management > Klaerschlamm - RWE baut Klärschlammverwertung aus
Klärschlammzwischenlager und Förderstrecken am Kraftwerksstandort Hürth-Knapsack Bild: RWE
KLAERSCHLAMM:
RWE baut Klärschlammverwertung aus
Für 10 Mio. Euro hat RWE Power die Mitverbrennungs-Möglichkeiten von Klärschlamm am Kraftwerksstandort Hürth-Knapsack in Nordrhein-Westfalen erweitert.
 
Dafür wurde die Hallenfläche des Klärschlamm-Zwischenlagers auf 5.300 Quadratmeter mehr als verdoppelt, teilt der Konzern mit. Gleichzeitig sind zwei neue Förderstrecken in Betrieb gegangen: Neue Pumpen transportieren 60 Tonnen Klärschlamm pro Stunde ins Kraftwerk, wo dieser zusammen mit Braunkohle verfeuert und zur Erzeugung von Fernwärme und Prozessdampf verwendet wird.

Dabei wird das sicher nicht das letzte Projekt dieser Art gewesen sein: Wie ein RWE-Sprecher gegenüber E&M erklärte, ist die Ausweitung der Klärschlammaktivitäten geplant. Zu Einzelheiten wollte er sich allerdings nicht äußern.

Die thermische Verwertung gilt nach RWE-Angaben als energetisch und klimapolitisch sinnvoller Entsorgungsweg. Das Material komme ganz überwiegend aus der kommunalen Abwasserreinigung, sei also letztlich Biomasse. Wegen seiner Zusammensetzung dürfe es in der Regel aber nicht wie früher als Dünger in der Landwirtschaft genutzt werden. Als problematisch gilt vor allem der Anteil an Schwermetallen.

RWE Power hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr rund 900.000 Tonnen Klärschlamm verwertet. Das entspricht rund der Hälfte des Aufkommens in NRW. Das biogene Material wurde hauptsächlich in Kraftwerken genutzt, die in Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten. Sie versorgen die benachbarten industriellen und kommunalen Großkunden mit Fernwärme und Prozessdampf.

„Durch die Mitverbrennung des CO2-neutralen Klärschlamms im Kraftwerk wird Braunkohle eingespart. Es entstehen weniger Treibhausgase pro Tonne Prozessdampf- und Fernwärmeerzeugung", erklärt Karl-Heinz Stauten, Leiter der Sparte Veredelung bei dem Energieunternehmen.

In Sachen Klärschlamm investiert RWE auch in Forschung und Entwicklung: In dem Material stecken Phosphorverbindungen, die ab 2029 zurückgewonnen werden müssen. Der Konzern errichtet deswegen im Innovationszentrum Niederaußem eine Versuchsanlage, in der mit Hochtemperatur-Konversion Phosphor, Kohlenstoff und Wasserstoff zurückgewonnen werden sollen.

Die Anlage ist Teil einer Kooperation mit Fraunhofer sowie der Ruhr-Universität Bochum und wird vom Landesministerium für Wirtschaft gefördert. Außerdem untersucht das Unternehmen, wie man Phosphor später aus der Klärschlammasche zurückgewinnen kann.
 

 
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